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Feuer im Kellerwald: Jausenstation in Battenhausen abgebrannt

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Von: Susanna Battefeld, Jörg Paulus, Martina Biedenbach

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Jausenstation am Skilift Battenhausen abgebrannt
Die Jausenstation am ehemaligen Skilift in Battenhausen ist abgebrannt. © privat, Dirk Klawe

In Haina-Battenhausen ist am frühen Freitagmorgen (18.11.) die Jausenstation am ehemaligen Skilift abgebrannt. Die Ursache ist noch unklar. Schaden: 300 000 Euro.

Haina-Battenhausen - +++ Aktualisiert am 18.11. um 12 Uhr +++ Die Feuerwehren wurden um 3.10 Uhr alarmiert, weil es in der Jausenstation im Hainaer Ortsteil Battenhausen brannte. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, stand das Gebäude am ehemaligen Skilift in Vollbrand, deshalb wurde der Alarm auf die nächste Stufe F3 erhöht.

Insgesamt waren schließlich rund 70 Einsatzkräfte aus neun Feuerwehren im Einsatz: aus Haina, Battenhausen, Löhlbach, Dodenhausen, Halgehausen, Gemünden und Armsfeld sowie die Drehleiter aus Bad Wildungen und Atemschutzgeräteträger aus Frankenberg. Es waren bis zu vier Atemschutz-Trupps gleichzeitig im Einsatz, um das Gebäude zu löschen. Einsatzleiter war Hainas Gemeindebrandinspektor Thomas Bahr.

Brand Jausenstation Battenhausen
Die Jausenstation am Hohen Lohr im Kellerwald war ein beliebtes Ausflugsziel. © Battefeld, Susanna

Wodurch das Feuer ausgebrochen war, steht noch nicht fest. Beamte der Kripo Korbach untersuchten die Brandstelle noch in der Nacht. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte Polizei-Sprecher Manuel Luxenburger, am Freitagvormittag. Die Höhe des Schadens bezifferte er auf zirka 300 000 Euro.

Verletzt wurde niemand: In der Jausenstation befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes keine Menschen. Es herrschten Betriebsferien. Die Besitzer seien im Urlaub, war vor Ort zu erfahren.

Auch Hainas Bürgermeister Alexander Köhler war in der Nacht vor Ort. Er machte sich Sorgen um die Wasserversorgung für die Löscharbeiten, weil der Wasser-Hochbehälter in der Nähe derzeit saniert wird. Die Feuerwehr legte eine Leitung zu einem oberhalb gelegenen Teich, informierte Gemeindebrandinspektor Thomas Bahr am Freitagvormittag. Den Teich hatten die Besitzer der Hütte 2015 angelegt hatte, um mit dem Wasser eine Beschneiungsanlage zu speisen.

Der Brand war im „Sonnenhof“, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung, in der Nacht entdeckt worden. Als die Feuerwehr eintraf, stand der gesamte hintere Teil der Jausenstube bereits lichterloh in Flammen.

„Das Gebäude besteht vor allem aus Holz. Da entwickeln sich schnell enorme Temperaturen. Ein Innenangriff gegen die Flammen war nicht mehr möglich“, schilderte Bahr unserer Zeitung.

Das Gebäude ist weitgehend abgebrannt. Es herrscht Betretungsverbot. Eine Brandwache war bis gegen Mittag vor Ort. Mit der Wärmekamera wurde nach eventuell noch vorhandenen Brandnestern gesucht, so der Gemeindebrandinspektor.

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