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Millimetergenaue Rettung: Feuerwehr hebt Kälbchen aus Güllegrube

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Von: Thomas Kobbe

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Kälbchen gerettet: Das völlig erschöpfte Tier wurde auf dem Hof mit Stroh und Decken wieder aufgewärmt.
Kälbchen gerettet: Das völlig erschöpfte Tier wurde auf dem Hof mit Stroh und Decken wieder aufgewärmt. © Feuerwehr Korbach/pr

Sonntagvormittag hat die Feuerwehr gemeinsam mit einem Tierarzt ein Kälbchen aus einer Güllegrube in Hillershausen retten können.

Korbach-Hillershausen – Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hillershausen verlief der Sonntagvormittag völlig anders als geplant. Nunmehr verdankt ein kleines Kälbchen den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten sein Leben. Gemeinsam mit einem couragierten Tierarzt konnte das Jungtier aus einer prekären Situation gerettet werden.

Am frühen Morgen wurde dem Kälbchen vermutlich seine Neugier zum Verhängnis. Trotz vorhandener Abmauerung und Schachtabdeckung brach das Tier ein und fiel in die unter dem Stall befindliche Grube. Nachdem der Landwirt den Unfall festgestellt hatte, wurde die Grube sofort mit nachbarschaftlicher Hilfe abgepumpt, sodass das Kalb wieder festen Boden unter die Hufe bekam. Dann wurde die Feuerwehr miteinbezogen.

Lage schien aussichtslos: Kälbchen passt gerade so durch Schatöffnung

Obwohl die Lage eigentlich aussichtslos erschien, weil die Schachtöffnung nur so groß war, dass eine Person (bzw. das Kalb) durchpasste, gaben die Einsatzkräfte nicht auf. Dank des couragierten Einsatzes des hinzugezogenen Tierarztes konnte das Kalb sediert werden.

Mit einer Beinschlinge und einem Frontlader gelang dann die millimetergenaue Rettung durch den Schacht. Die Einsatzkräfte waren dabei zur Eigensicherung mit Atemschutz und Sicherungsleine ausgerüstet. Das völlig erschöpfte Tier wurde nach der tierärztlichen Erstversorgung zurück in den Stall gebracht, in dem das Muttertier sowie ein Geschwisterkalb bereits aufgeregt warteten.

Tier fällt in Güllegrube: Tierarzt und Feuerwehr helfen

Stadtbrandinspektor Carsten Vahland resümiert: „Ein nicht alltäglicher Einsatz, der wieder mal deutlich gemacht hat, wie wichtig die Feuerwehren auch in den kleineren Ortsteilen sind. Ohne die Ortskenntnis, das Fachwissen im Umgang mit Tieren und ohne das besonnene Handeln aller Beteiligten wäre dieser Einsatz nicht so reibungslos verlaufen.

Besonderer Dank geht aber an den Tierarzt, ohne dessen Hilfe ein erfolgreicher Abschluss nicht möglich gewesen wäre“. (Thomas Kobbe) Erst kürzlich hatte die Feuerwehr eine Person aus einer verrauchten Wohnung gerettet.

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