Ministerium stärkt Standort

Finanzamt in Korbach bekommt 50 neue Experten für Grundsteuer

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Freuen sich über die neuen Arbeitsplätze: (von links) Bürgermeister Klaus Friedrich, Landtagsabgeordneter Armin Schwarz, Finanzpräsidentin Konstanze Bepperling, Dr. Stefan Hauser, Vorsteher des Korbacher Finanzamtes, Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Michael Hohmann, Zentralabteilungsleiter des Finanzministeriums, Oberfinanzpräsident Jürgen Roßberg und Karsten Pflock, Referatsleiter im Finanzministerium.

Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) will den Behördenstandort Korbach stärken: Im Finanzamt soll sich 2025 eine von insgesamt sieben sogenannten Bewertungsstellen für die Grundsteuer ansiedeln.

Rund 50 zusätzliche Beschäftigte werden dann in der Kreisstadt arbeiten. Wo in Korbach die neuen Mitarbeiter untergebracht werden sollen, steht indes noch nicht fest. Das Ministerium ist noch auf der Suche nach einer passenden Immobilie.

Derzeit gibt es hessenweit noch 30 Bewertungsstellen, das Finanzministerium will sie ab 2025 auf dem Land bündeln. „Wir zentralisieren diese Aufgabe mit landesweit rund 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewusst im ländlichen Raum, um diesen weiter zu stärken“, sagte Schäfer am Donnerstag beim Besuch im Korbacher Finanzamt. Rund 200 der betroffenen Arbeitsplätze waren bislang in den Ballungsräumen angesiedelt.

Das Ministerium hat im Rahmen einer Strukturreform seit 2018 bereits mehrere Aufgaben auf dem Land zentralisiert. Laut Schäfer im Einvernehmen mit den Mitarbeitern: „Niemand wurde oder wird gegen seinen Willen versetzt“, so der Minister.

„Für den Standort Korbach bedeutet das eine erhebliche Stärkung“, sagte Dr. Stefan Hauser, Vorsteher des Finanzamtes Korbach-Frankenberg. Bürgermeister Klaus Friedrich begrüßte das „Signal für den ländlichen Raum“. Die Entscheidung schaffe langfristige Sicherheit für den Behördenstandort Korbach. CDU-Landtagsabgeordneter Armin Schwarz hob hervor, dass die Strukturreform der Finanzverwaltung berufliche Perspektiven für junge Leute im ländlichen Raum schaffe.

Umgesetzt wird die Neuorganisation der Bewertungsstellen ab dem Jahr 2025 – also nach Abschluss der Grundsteuerreform. Schon jetzt bereitet sich die Finanzverwaltung auf die neuen gesetzlichen Regelungen vor, unter anderem mit einer Personaloffensive. Schäfer: „Um diese Aufgaben gut zu bewältigen, stocken wir in Hessen das zuständige Personal auf.“

Bereits in diesem Jahr schafft das Land an den Finanzämtern 50 zusätzliche befristete Tarifstellen, 2020 sollen dann an den künftig sieben Standorten der Bewertungsstellen zusätzlich 50 unbefristete Tarifstellen zur Verfügung stehen. Gebraucht werden laut Minister Thomas Schäfer Fachkräfte aus der Wirtschaft wie Notar-, Rechtsanwalts- oder Steuerfachangestellte.

Grundsteuerbewertung an sieben Standorten in Hessen

Von 2025 an werden statt heute 30 nur noch sieben hessische Finanzämter mit der Bewertung der Grundsteuer befasst sein: Eschwege, Korbach, Fulda, Dillenburg, Rheingau-Taunus, Dieburg, Michelstadt. 420 Mitarbeiter sollen sich dann in den sieben zentralen Bewertungsstellen mit der Aufgabe befassen. Beim Finanzamt Korbach-Frankenberg wird die Abteilung mit 50 zusätzlichen Mitarbeitern besetzt. Heute zählt die Behörde im Landkreis Waldeck-Frankenberg insgesamt 218 Beschäftigte, 17 davon in der Grundsteuerabteilung.

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