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Firma Götte informiert: Dann lohnt sich der Einbau einer Wärmepumpe

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Von: Jonas Bremmer

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WOLF bietet vielfältige Wärmepumpensysteme.
WOLF bietet vielfältige Wärmepumpensysteme. © WOLF

Damit sich der Wechsel zur Wärmepumpe lohnt, sollten die Bestandsgebäude einige Voraussetzungen erfüllen, weiß Heizungs- und Sanitärspezialist Karl-Wilhelm Götte in Bad Arolsen-Mengeringhausen.

Nicht erst in der derzeitigen Energiekrise überlegen sich viele Eigenheimbesitzer, ihre Öl- oder Gasheizung gegen eine Wärmepumpe auszutauschen. Sinnvoll ist die Erstellung einer Heizlastberechnung. „Wichtig ist, das Haus erst auf einen vernünftigen wärmetechnischen Bestand umzurüsten und im zweiten Schritt an den Einbau einer Wärmepumpe zu denken“, weiß der Profi.

Voraussetzungen müssen stimmen

Entscheidend sind Art und Stärke des Mauerwerks. Ziegel, Poroton, Hohlblocksteine, Ytong und andere Materialien haben unterschiedliche Eigenschaften. Hinzu kommen Art und Einbau der Fenster. Bei Glas ist der sogenannte U-Wert wichtig. Er gibt den Wärmestrom durch ein Bauteil abhängig vom Temperaturgefälle zwischen warmer nd kalter Seite an. Lag dieser bei Glas im Jahr 1990 noch bei 2,8. Liegt er heute bei 0,9. Der Unterschied beträgt bei 20°C Raumtemperatur und -12°C Außentemperatur bei 1 qm Glasfläche rund 600 Watt. Des Weiteren sind Kellerdecke und Dachgeschossdecke zu bestimmen. Mit diesen Werten kann die Heizlast genau bestimmt werden.

Auf die richtige Temperatur bringen

Danach sind die Heizkörper zu prüfen. Alte Heizungsanlagen arbeiten mit höheren Temperaturen. Hier beträgt die Vorlauftemperatur häufig 70°C und mehr und die Rücklauftemperatur rund 50°C (70/50). Bei neuen Anlagen liegen die Werte ca. bei 55°C bzw. 45°C (55/45). Bei einer Raumtemperatur von 20°C müsste jeder Heizkörper ungefähr doppelt so groß sein. Wie groß die Heizkörper genau sein müssen gibt wiederum die Heizlastbestimmung vor. Die Warmwasserbereitung ist oft ein Problem, wenn bei einem Mehrfamilienhaus die 60°C Wassertemperatur gehalten werden muss. Dies ist mit einem Pufferspeicher mit Schichtladesystem und einer Frischwasserstation oft zu meistern.

Der JPSL-Pufferspeicher besitzt ein Hochleistungs-Schichtenladesystem und ist für alle Warmwasser-Zentralheizungsanlagen geeignet.
Der JPSL-Pufferspeicher besitzt ein Hochleistungs-Schichtenladesystem und ist für alle Warmwasser-Zentralheizungsanlagen geeignet. © Juratherm

Was ist wirtschaftlich sinnvoll?

Mit der Heizlast ist die Wärmepumpe so auszulegen, dass dieser Wert bei -7°C und einer Vorlauftemperatur von 55°C von der Wärmepumpe ohne Heizstab wirtschaftlich erreicht wird. Bei der Wärmepumpe sollte die Größe exakt eingehalten werden, weil das Nachheizen mit einem Heizstab teuer ist. Hier entspricht 1 kW Strom 1 kW Heizenergie. Bei einer gut ausgelegten Luft-Wärmepumpe können im Mittel aus 1 kW Strom bei 55/45 maximal ca. 4 kW Heizenergie erzeugt werden. Auf Grund des hohen Strompreises lohnt sich das Umrüsten daher häufig nicht, wenn im Bestand große Öltanks noch gefüllt sind oder ein alter Gasvertrag mit günstigem Tarif gilt. Besser rechnet sich der Einbau einer Wärmepumpe, wenn eine Photovoltaikanlage bereits besteht, da die darüber erzeugte Energie mit in die Kostenplanung eingerechnet werden kann.

JFWS Frischwasserstation, für die legionellenfreie und hygienische Trinkwasserbereitung.
JFWS Frischwasserstation, für die legionellenfreie und hygienische Trinkwasserbereitung. © Juratherm

Kontakt

Heizung ∙ Sanitär ∙ Klima Karl-Wilhelm Götte
Ermlandstraße 3
34454 Mengeringhausen
Telefon: 05691 4568
www.goettliche-baeder.de

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