Flüchtlinge sollen in alte Kita Rennertehausen einziehen

Ehrenamtliche Helfer: MGV-Vorsitzender Arno Clemens (links) und Ortsvorsteher Erich Clemens prüfen hier die Platzverhälnisse in einem Familienschlafraum in der alten Kita. Fotos: Arnold

Rennertehausen. Zu einer Unterkunft für Flüchtlinge hat die Gemeinde Allendorf den alten Kindergarten in Rennertehausen hergerichtet. Örtliche Vereine packten kräftig mit an.

Im alten Kindergarten, der dieses Jahr durch einen Neubau ersetzt wurde und eigentlich abgerissen werden sollte, sind vier Wohneinheiten entstanden. Jede Wohnung hat eine kleine Einbauküche, die ehemalige Kindergartenküche steht darüber hinaus als Gemeinschaftsküche zu Verfügung. Gemeinschaftsanlagen sind auch die sanitären Einrichtungen. Toiletten und Waschbecken wurden von Bauhof-Mitarbeitern für Erwachsene hergerichtet.

Zum Möbelaufbau und dem Einrichten der Wohneinheiten hatte Bürgermeister Claus Junghenn den Männergesangverein und den Landfrauenverein um Hilfe gebeten. Dazu sagte der Bürgermeister: „Die personellen Kapazitäten der Verwaltung und des Bauhofes sind längst ausgeschöpft. Weitere Wohnungen in der Gemeinde müssen noch hergerichtet werden.“ Deshalb dankte Junghenn am Donnerstag den ehrenamtlichen Helfern im alten Kindergarten.

„Die Anfrage unseres Bürgermeisters ist von den Sängern rundweg positiv aufgenommen worden. Wir haben am Donnerstag und Freitag abwechselnd in Vier-Stunden-Schichten die Möbel aufgebaut und die Zimmer eingerichtet“, erklärte MGV-Vorsitzender Arno Clemens.

„Wichtig waren Helfer mit Ikea-Erfahrung“, sagte Bürgermeister Junghenn. Das schwedische Möbelhaus habe kurzfristig die benötigten Mengen an Möbeln liefern können. „Das war immer noch die preisgünstigste Möglichkeit, gute und günstige Möbel zu erhalten“, sagte Junghenn.

Im nächsten Schritt kommen die Landfrauen zum Einsatz, um Betten zu beziehen, Gardinen aufzuhängen und Schränke einzurichten - aber auch, „um mit weiblichem Gespür die Wohnungen etwas heimelig zu gestalten“, wie es Claus Junghenn ausdrückte.

Einziehen sollen nach heutigem Kenntnisstand syrische Flüchtlingsfamilien. Die Zuweisung des Landkreises werde kurzfristig erfolgen. (wi)

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