Anordnung vom Land: Flüchtlinge verlassen Mengeringhäuser Hallen

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Ähnlich chaotisch wie der Aufbau der Flüchtlingsaufnahmezentren verläuft nun deren Abbau. Unser Foto entstand Anfang Oktober, als Bürgermeister Jürgen van der Horst Eltern der Nicolai-Schule zeigte, warum die Sporthalle nicht mehr für den Schulsport genutzt werden kann.

Mengeringhausen. Das Land Hessen hat verfügt, dass die derzeit noch von Flüchtlingen bewohnten Hallen im Land möglichst noch an diesem Wochenende geräumt werden sollen.

Die Lage habe sich so entspannt, dass die Hilfesuchenden auch anderswo untergebracht werden könnten. Deshalb wird schon im Laufe des Freitag mit der Räumung der drei hallen am Rande der Mengeringhäuser Altstadt gerechnet.

Der Abbau-Befehl kam so plötzlich wie die Anordnung zum Aufbau der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge: Noch im Laufe des Freitag sollen die 95 Flüchtlinge, die aktuell in den drei Hallen am Rande der Mengeringhäuser Altstadt auf ihre Registrierung und Verteilung in Wohnungen warten, abgeholt und in andere Erstaufnahmeeinrichtungen in der Region gebracht werden.

Unklar war zunächst noch, ob die Busse nach Korbach ins ehemalige Lalelu-Land oder nach Calden oder gar in die hessische Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen fahren. So gut die Nachricht für die Sportler in Nordwaldeck klingen mag, dass die Sporthallen in Mengeringhausen nun früher als geplant wieder zur Verfügung stehen werden, so kompliziert ist doch die Abwicklung der langfristigen Verträge, die zum Betrieb der Erstaufnahmeeinrichtung geschlossen werden mussten.

Bürgermeister Jürgen van der Horst hatte gehofft, dass der Übergang vom Provisorium in der Mengeringhäuser Altstadt zu den festen Unterkünften auf dem ehemaligen Kasernengelände auf dem Hagen reibungslos ablaufen könnte.

Unter anderem war die Mithilfe der Flüchtlinge beim Ab- und Aufbau der Betten fest eingeplant. Diese Arbeiten müssen nun anders organisiert werden. Aus Sicht von Bürgermeister van der Horst soll der Betreuungsvertrag mit dem Bathildisheim nicht gekündigt werden. Inzwischen gebe es ein eingespieltes Team bei der Zubereitung und der Ausgabe der Essen. ein solches Team müsse bei der Öffnung der geplanten Wohnanlage auf dem Hagen nicht wieder komplett neu aufgebaut werden. Noch völlig unklar ist derzeit auch, wer den Rückbau der provisorischen Fußböden in den Hallen übernimmt.

Allerdings stehen die Chancen gut, dass nun bald wieder regulärer Sportunterricht und Vereinstraining in den hallen stattfinden kann. Als erstes dürfte schon am Wochenende die Sperre der Straßen rund um die Stadthalle und unter dem Viadukt wieder aufgehoben werden.

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