Freiwilliges Kirchgeld hilft bei der Finanzierung gemeindlicher Angebote

Förderkreis soll Geld für Sanierung der Bad Arolser Stadtkirche sammeln

Blick in die barocke Stadtkirche von Bad Arolsen.  Zwischen Altar und Fürstenloge  ist ein Gerüst aufgebaut worden
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Stuckschäden an der Decke der Bad Arolser Stadtkirche. Demnächst soll der gesamte Innenraum eingerüstet werden, um die Stuckdecke abklopfen zu können.

Die Aktion „Freiwilliges Kirchgeld 2020“ erbrachte in der Evangelischen Martin Luther Gemeinde Bad Arolsen insgesamt 31.645 Euro. Damit hat der Ertrag der Aktion zum Vorjahresergebnis in Höhe von 22.675 Euro deutlich zugelegt. Das bedeutet eine Steigerung um 39,55 Prozent.

Bad Arolsen - Pfarrer Gerhard Lueg erklärt diesen starken Anstieg im Freiwilligen Kirchgeld durch mit den vielen Spenden von insgesamt 10.837,50 Euro für die Sanierung der Stadtkirche.

Das Gotteshaus muss seit November wegen eines Bauschadens geschlossen bleiben muss. Mit dem jetzt gesammelten Geld kann die Gemeinde die Voruntersuchung des Schaden in Auftrag geben.

Förderkreis soll im April starten

Diese Voruntersuchung allein wird schon 47.000 Euro kosten, wobei die Stadtkirchengemeinde durch den Kirchenkreis und auch durch einen Zuschuss seitens der Denkmalpflege unterstützt wird.

Da zur eigentlichen Sanierung und Renovierung der Kirche weit höhere Kosten entstehen werden, hat sich der Kirchenvorstand entschlossen, einen Förderkreis zur Sanierung der evangelischen Stadtkirche zu gründen. Zurzeit wird die Geschäftsordnung dieses Förderkreises beraten, so dass Anfang April der Förderkreis an den Start gehen kann. Mit einem Jahresbeitrag von 24 Euro, als zwei Euro pro Monat kann jedermann darin Mitglied werden.

Neues Heizsystem für neue Kirchenheizung

So hofft der Kirchenvorstand eine dauerhafte Unterstützung für diese große Bauvorhaben finanziell und ideell gewinnen zu können und die evangelische Stadtkirche als Zentrum der Gemeinde wie auch als wichtiges Gebäude für kulturelle Anlässe zu erhalten. Doch nicht nur für die Stadtkirche wurde beim Freiwilligen Kirchgeld 2020 reichlich gespendet.

Auch für die anderen drei Kirchen der Gemeinde in Helsen, Massenhausen und Wetterburg spendeten die Gemeindeglieder, wovon die Helser Kirche mit einem Betrag in Höhe von 3446 Euro an zweiter Stelle stand. „Dieses Geld ist auch vonnöten, da dort ein neues Heizsystem eingebaut werden muss“, stellt Pfarrer Gerhard Lueg fest.

Ehrenamtliche Arbeit nicht beziffert

Für die allgemeine Gemeindearbeit wurden 11.000 Euro gespendet, für Kirchenmusik und diakonische Aufgaben wie die Tafelarbeit jeweils rund 2500 Euro.

Das Schlusslicht bildete die Kinder- und Jugendarbeit mit 871 Euro, wobei hier besonders in der Kinder-und Jugendbücherei viel ehrenamtliche Arbeit geleistet und durch Verkauf von Medien eigene Spenden eingesammelt werden.

Der Kirchenvorstand dankt allen Spendern. Von 3821 Gemeindegliedern, die angeschrieben wurden, haben 327 Euro an der Aktion teilgenommen, was 8,63 Prozent der Gemeindeglieder entspricht.  red

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