Frankenberg ist 2019 vom 17. bis 21. Juli Gastgeber

Folklore-Festival Europeade kommt von Portugal nach Frankenberg

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Traditionell: Die Landjugend Geismar zog beim Festzug mit ihrer Erntekrone durch Viseu.

Frankenberg/Viseu. Historischer Augenblick für die Stadt Frankenberg: Bei der feierlichen Abschlusszeremonie des 55. Folklorefestivals Europeade in Viseu in Portugal wurde das Europeade-Banner am späten Sonntagabend an den Frankenberger Stadtverordnetenvorsteher Rainer Hesse übergeben

Im nächsten Jahr wird die Fahne in Frankenberg wehen, dann findet das Festival vom 17. bis 21. Juli 2019 in der Philipp-Soldan-Stadt statt. 

Zunächst begleitete die Europeade-Fahne das Folklorefestival fünf Tage lang in der idyllischen 100.000-Einwohner-Stadt Viseu im Zentrum Portugals. Zu Fanfaren-Klängen wurde sie beim Schlussakkord am Sonntagabend eingezogen und an Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß weitergegeben. In seiner Funktion als Präsident des Internationalen Europeadekomitees reichte Heß das Banner an Stadtverordnetenvorsteher Rainer Hesse als offiziellen Vertreter des Europeade-Gastgebers 2019 weiter.

Fahnenübergabe: (von links) Jorge Sobrado (Vizebürgermeister Viseu), Bürgermeister Almeida Henriques, Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß (in seiner Funktion als Europeade-Präsident), Rainer Hesse (Stadtverordnetenvorsteher Frankenberg) und der frühere Europeade-Präsident Armand de Winter.

„Wir sind stolz und glücklich, in Portugal eine Europeade der Herzen erlebt zu haben. Wir fühlten uns in Viseu mit seiner herzlichen Freundschaft willkommen“, sagte Heß: „Wir alle zusammen sind Freunde.“ Der Frankenberger Bürgermeister ist seit Gründung der Europeade 1964 der erste Nicht-Flame als Präsident des Internationalen Europeadekomitees.

Mit „großer Freude und mit großem Stolz“ nahm Stadtverordnetenvorsteher Hesse die Europeade-Fahne entgegen – unter dem riesigen Beifall aller hessischen Gruppen auf dem Rasen – darunter die Landjugendlichen aus Geismar, Haubern und Laisa – und der 5000 Besucher auf den Rängen des Fußballstadions. Unter dem Motto „Unity in Diversity“ (Einigkeit in Vielfalt) lud Hesse alle für 2019 nach Frankenberg ein. Zur feierlichen Fahnenübergabe tanzten die Landjugendgruppen aus dem Frankenberger Land die vielumjubelte Sternpolka.

„Eine so wundervolle Veranstaltung hat Viseu noch nie erlebt“, schwärmte Viseus Bürgermeister Almeida Henriques. Fünf Tage lang riss seine Stadt mit ihrem historischen Ortskern und den wunderbaren alten Gassen und Plätzen die Tänzer, Sänger und Musiker aus ganz Europa mit. An der Europeade in Viseu nahmen 5850 Folklore-Freunde aus 22 Ländern Europas teil – von Finnland im Norden bis Sardinien im Süden. Aus Deutschland waren 22 Gruppen mit 426 Tänzern dabei.

Höhepunkt neben Eröffnungsgala und Abschluszeremonie war der Festzug am Samstagnachmittag vom Fußballstadion durch die Altstadt bis zum Rathaus. Bei Temperaturen von über 30 Grad klapperten dabei auf den Straßen und Gassen die Kastagnetten, erklangen Gitarren und Geigen, waren böhmische Polkas und spanische Flamencos zu bewundern. Mehrere zehntausend Mensche an den Straßenrändern jubelten den Teilnehmern zu. Ein begehrtes Fotoobjekt waren auch die Gruppen aus dem Frankenberger Land – die Landjugend Geismar zog sogar mit der 30 Kilo schweren Erntekrone durch die Stadt. 

Hintergrund: Stimmen der Teilnehmer

Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß: „Die Europeade in Viseu war etwas ganz Besonderes, zumal ich als Präsident zum ersten Mal die Verantwortung hatte. Alle Teilnehmer haben eine großartige europäische Freundschaft erfahren dürfen. Auch die Stadt Frankenberg hat sich mit einem Stand sehr gut dargestellt, viele Teilnehmer von Viseu freuen sich bereits auf die Europeade in Frankenberg. Die Frankenberger Gruppen waren vor allem beim Finale sehr stolz, als das Europeade-Banner überreicht wurde. Jetzt wird die Fahne erst beim Eröffnungsabend der Europeade 2019 wieder gehisst. In Frankenberg erwarten wir 5000 Teilnehmer.

Johanna Graß (Landjugend Geismar): Die Europeade war toll, wir haben uns in Portugal sehr wohl gefühlt. Alle Veranstaltungen waren sehr gut besucht, das hat alles richtig viel Spaß gemacht. Super war auch, dass wir die Erntekrone dabei hatten, die haben wir extra mit einem Sprinter nach Viseu gebracht. Jetzt freuen wir uns auf das Folklorefestival 2019 in Frankenberg. Das wird ein weiterer Höhepunkt.

Kai Vöhl (Landjugend Haubern): Wir durften hier viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft erfahren, wir haben ein Europa des Friedens erlebt. Die Stadt und die ganze Bevölkerung haben mitgefeiert und hinter diesem Event gestanden. Die Atmosphäre war sehr schön, die Kulisse war perfekt, das Wetter nahezu ideal.

Bastian Belz (Trachtengruppe Laisa): Bei der Europeade feiern die Menschen vieler Nationen und Regionen friedlich zusammen, viele Kulturen sind vereint, das macht diese Veranstaltung so reizvoll. Gerade in Zeiten von wachsendem Nationalismus in vielen europäischen Ländern zeigt die Europeade, dass auch unterschiedliche Kulturen vereint sein können. So soll Europa sein. Ich freue mich schon auf die Europeade in Frankenberg.

Frankenberger Volkstänzer in Portugal

mjx123 Europeade 2018 in Viseu
 © 
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