Forstamt Frankenberg bestätigt: Der Luchs ist zurück

Die Pinselohren sind sein Markenzeichen: Ein Luchs, ähnlich wieder dieser auf dem Symbolbild, ist in Waldeck-Frankenberg unterwegs. Das bestätigte am Montag das Forstamt Frankenberg. Das Tier wurde nahe eines Waldstücks bei Frankenau gesichtet. Foto: dpa

Waldeck-Frankenberg. Unbestätigte Beobachtungen hat es in der Vergangenheit immer mal wieder gegeben. Jetzt hat das Forstamt Frankenberg offiziell bestätigt.

In Waldeck-Frankenberg ist derzeit ein Luchs unterwegs. „Die ausgebildete Jägerin Britta Bachmann, die zudem die Frau des Louisendorfer Revierförsters Jürgen Bachmann ist, hatte am Donnerstag gegen 18 Uhr durch ein Fernglas einen Luchs an einem Waldrand bei Frankenau erkannt“, berichtete Frank Röbert, Bereichsleiter beim Forstamt in Frankenberg am Montag. „Diese Beobachtung ist für uns die Bestätigung dafür, dass der Luchs in Waldeck-Frankenberg unterwegs ist.“

Röbert weist zwar auch auf vergangene Beobachtungen im Kreis hin: „Natürlich kann ein Luchs dabei gewesen sein. Wir kannten die Personen, die uns das gemeldet hatten, aber leider nicht gut genug, um eine offizielle Bestätigung aussprechen zu können. Es waren meist auch eher Mutmaßungen.“ Nun stelle sich die Situation anders da und das Forstamt sei fest davon überzeugt, dass ein Luchs in Waldeck-Frankenberg umher zieht.

Britta Bachmann hatte den Luchs am Donnerstag nahe eines Waldstücks bei Frankenau beobachtet. Das Tier hielt sich am Waldrand auf und hatte die für einen Luchs typischen Pinselohren. Das Erscheinungsbild des Luches war zudem recht groß, daher geht das Forstamt von einem männlichen Tier (Kuder) aus.

Doch wie ist der Luchs nach Waldeck-Frankenberg gekommen? Röbert: „Im osthessischen Werra-Meißner-Kreis lebt seit einiger Zeit eine Luchs-Population. Es ist sehr gut möglich, dass der Luchs aus dieser Population stammt.“ Männliche Luchse werden laut der Forstamt-Bereichsleiters verstoßen und müssen sich auf die Suche nach neuen Revieren begeben. „Aktuell gehen wir davon aus, dass es sich um ein einzelnes Tier handelt, denn Luchse wandern allein“, sagt Röbert.

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