Anfragen liegen bereits vor

Frankenauer Parlament befürwortet Verkauf der alten Kellerwalduhr

Soll verkauft werden: Die Stadt Frankenau will sich vom ehemaligen Infozentrum Kellerwalduhr trennen, es wird seit mehreren Jahren nicht mehr benutzt. Es gibt bereits Interessenten für das Objekt am Feriendorf.
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Soll verkauft werden: Die Stadt Frankenau will sich vom ehemaligen Infozentrum Kellerwalduhr trennen, es wird seit mehreren Jahren nicht mehr benutzt. Es gibt bereits Interessenten für das Objekt am Feriendorf.

Das ehemalige Infozentrum Kellerwalduhr im Feriendorf Frankenau soll verkauft werden. Darauf verständigten sich die Stadtverordneten fraktionsübergreifend in ihrer zweiten Sitzung. Im Vorfeld soll ein Wertgutachten erstellt werden, auf dessen Grundlage der Magistrat in Verkaufsverhandlungen gehen soll.

Frankenau – Das 1999 errichtete Gebäude wurde bis 2010 als Informations- und Schulungszentrum genutzt. Inzwischen wurde am Eingang zum Nationalpark eine neue Kellerwalduhr gebaut. Es gebe regelmäßig Anfragen, ob man die alte Kellerwalduhr kaufen könne, teilte Bürgermeister Björn Brede mit.

Die alte Kellerwalduhr belaste den Ergebnishaushalt der Stadt jährlich mit mindestens 6000 Euro, zudem sei davon auszugehen, dass zukünftig größere Reparaturen anfielen. „Die Holzrampe im Eingangsbereich ist stark beschädigt und einige Fenster sind kaputt“, sagte Brede. Demgegenüber stünden Einnahmen aus der auf dem Dach montierten Photovoltaikanlage von rund 500 Euro jährlich. Da die alte Kellerwalduhr für die Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden könne, bleibe nur eine Nutzung als Ferienhaus oder Lagerfläche, so Brede.

Auf Nachfrage von Wilfried Vöhl von der CDU-Fraktion teilte Brede mit, dass offenbar keine Zweckbindungsfrist mehr zu beachten sei.

Die städtischen Gremien beraten bereits seit 2014, was mit dem Gebäude geschehen soll. Eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Nachnutzung oder einen Verkauf wurde immer wieder in die Zukunft geschoben.

Für den Verbleib des Inventars gebe es noch keine konkreten Pläne, sagte Bürgermeister Björn Brede gegenüber der HNA. Möglicherweise werde bei der vom Parlament geplanten Ortsbesichtigung darüber gesprochen.

Zur Erinnerung: Das neue Informationszentrum wurde gebaut, weil es an der alten Kellerwalduhr zu Ruhestörungen gekommen war. Das Gebäude am Rande des Frankenauer Feriendorfs war besonders den direkten Nachbarn ein Dorn im Auge gewesen.

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