Bürgermeisterwahl in Frankenau: Noch kein Gegenkandidat für Brede (SPD)

Frankenau. Frankenaus Bürgermeister Björn Brede (SPD) hat kürzlich seine erneute Kandidatur um den Chefposten im Frankenauer Rathaus angekündigt.

Ein Gegenkandidat ist noch nicht in Sicht.

Es sieht gegenwärtig auch eher danach aus, dass Brede - sollte kein auswärtiger Kandidat seinen Hut in den Ring werfen und die CDU auf einen Gegenkandidaten verzichten - alleiniger Kandidat bei der für den 5. Juli dieses Jahres anvisierten Bürgermeisterwahl in Frankenau bleibt.

„Wir haben in unserer Fraktion über das Thema gesprochen. Die Tendenz geht dahin, dass wir keinen Kandidaten ins Rennen schicken“, sagte Horst-Werner Bremmer, Fraktionsvorsitzender der Freien Bürger, gegenüber unserer Zeitung. Die Chancen, gegen einen Amtsinhaber zu gewinnen, seien aus Sicht der Fraktion der Freien Bürger gering. „Vor allem in einem von SPD-Wählern geprägten Raum wie Frankenau wird das sehr schwierig“, sagt Bremmer, der selbst auch nicht für das Bürgermeister-Amt in Frankenau kandidieren will.

„Wenn ich gewählt werden würde, müsste ich auf viele Sachen verzichten, die mir großen Spaß machen“, sagte Bremmer, der bekanntlich kreisweit in zahlreichen Chören als Chorleiter aktiv ist.

Mit Blick auf den Wahltermin, der für den 5. Juli dieses Jahres geplant ist und dann wohl mit der Landratswahl zusammenfällt, sagte Bremmer: „Es ist sinnvoll, wenn die Bürgermeisterwahl in Frankenau und die Landratswahl zusammen über die Bühne gebracht werden können. Da kann die Verwaltung Geld sparen, was für uns als Schutzschirmkommune wichtig ist.“ Bremmer macht zudem deutlich, dass es seitens der Freien Bürger keine Tendenzen gebe, Brede im Wahlkampf zu unterstützen. „Er hat sich diesbezüglich noch nicht bei uns gemeldet und wir werden auch nicht von selbst auf diesen Zug aufspringen“, so Bremmer.

Bei den Piraten steht dagegen Alexander Kaufmann im Fokus, der eine Ein-Mann-Fraktion im Frankenauer Parlament bildet. Er war vor fünf Jahren als noch unabhängiger Kandidat um den Bürgermeister-Posten angetreten und hatte 12,9 Prozent der Stimmen geholt. Kaufmann stellt allerdings klar: „Ich werde diesmal nicht antreten. Amtierende Bürgermeister müssten in Hessen schon mit einem Finger in der Stadtkasse erwischt werden, damit man sie abwählt. Das ist bei uns ja nicht der Fall und daher sehe ich meine Chancen als sehr gering an.“ Mit dem geplanten Wahltermin am 5. Juli kann sich aber auch Kaufmann anfreunden. „Dieser Termin verschafft uns die Möglichkeit, Geld zu sparen.“

Das sieht auch Gerd Ruhwedel, Fraktionsvorsitzender der CDU, so: „Der Termin wäre dann zwar an meinem Geburtstag und ich würde als Wahlhelfer ausfallen. Er wäre aber aus finanzieller Sicht richtig gewählt“, sagt er. Ob seine Partei einen Gegenkandidaten ins Rennen schickt, wollte Ruhwedel noch nicht verraten. „Das besprechen wir bei der nächsten Fraktionssitzung Ende Februar“, kündigte er an.

Von Philipp Daum

Rubriklistenbild: © dpa

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