300 Glückwunsch-Nachrichten

Bürgermeisterwahl in Frankenau: Das Handy von Wahlsieger Steiner stand nicht mehr still

Glückwunsch an den Nachfolger: Amtsinhaber Björn Brede (rechts) gratulierte Manuel Steiner am Sonntagabend zum Wahlsieg.
+
Glückwunsch an den Nachfolger: Amtsinhaber Björn Brede (rechts) gratulierte Manuel Steiner am Sonntagabend zum Wahlsieg.

Bei einer Überraschungsfeier und in über 300 Nachrichten hat der künftige Frankenauer Bürgermeister Manuel Steiner Glückwünsche erhalten, schildert er nach seinem klaren Wahlsieg.

Frankenau – Der zukünftige Frankenauer Bürgermeister Manuel Steiner hat nur wenige Stunden geschlafen, als er am Montagvormittag mit der HNA über das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in der Nationalparkstadt spricht. „Es gab noch eine spontane Wahlparty gestern Abend im Feuerwehrgerätehaus“, sagt der 41-jährige, der wie berichtet die Wahl als unabhängiger Kandidat mit über 55 Prozent der Stimmen auf Anhieb gewonnen hat und am 1. April die Nachfolge von Amtsinhaber Björn Brede (SPD) antritt. Die Wahlbeteiligung lag bei 80,55 Prozent.

„Ich bin erst gegen halb vier ins Bett gekommen und war aber auch um halb acht schon wieder wach“, sagt Manuel Steiner, der am Montagvormittag damit beschäftigt war, die über 300 Nachrichten zu beantworten, die „auf allen Kanälen“ bei ihm eingegangen sind, wie er berichtet. „Das ist Wahnsinn. Mein Handy steht seit Sonntagabend nicht mehr still.“

Worauf führt er den Wahlsieg in erster Linie zurück? „Ich glaube schon, dass es ein Vorteil war, dass die Leute mich alle kennen“, vermutet er. Manuel Steiner ist Vorsitzender der Frankenauer Feuerwehr und des Reit- und Fahrvereins. Zudem hat er 15 Jahre in der Frankenauer Stadtverwaltung gearbeitet.

„Ich versuche authentisch zu sein und zu bleiben, das ist auch bei den Leuten angekommen“, sagt er. Einen großen Anteil am Erfolg habe auch seine Familie: „Die haben vom ersten Tag an hinter mir gestanden und mich auch beim Wahlkampf unterstützt. Ohne die hätte ich das nicht geschafft“, betont er.

Welche Dinge er als erstes angehen will als Bürgermeister, sei schwer zu beantworten, so Steiner. „Ich habe so viel gehört in den Gesprächen beim Haustürwahlkampf.“ Einen „vernünftigen Übergang“ mit dem jetzigen Amtsinhaber hinzubekommen, sieht er zunächst als einen der wichtigsten Punkte an. „Dann natürlich Themen wie Edeka und Ärztehaus. Die sind schon angestoßen, und müssen so schnell wie möglich umgesetzt werden.“

Die Ergebnisse der Bürgermeister am 26. September in Frankenau.

Dass seine ehemaligen Kollegen in der Frankenauer Stadtverwaltung künftig unter seiner Regie arbeiten, sieht Steiner nicht als problematisch an. „Ich habe so gut wie mit allen gesprochen vor meiner Kandidatur und alle haben mich ermutigt, anzutreten“, sagt er. Er habe mit allen Mitarbeitern ein gutes Verhältnis. Ihm sei klar, dass das das Verhältnis als Bürgermeister dann etwas anders sein werde, aber es werde trotzdem gut bleiben.

„Ich habe auch am Sonntagabend gemerkt, dass sich alle für mich gefreut haben“, sagt Steiner. Viele derjenigen, die vorher im Rathaus gezählt hatten, seien spontan noch zur Wahlfeier ins Feuerwehrgerätehaus gekommen. Von Susanna Battefeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.