Wahl am 26. September, Bewerbung bis 19. Juli

Bürgermeisterwahl in Frankenau: Die ersten Kandidaten stehen fest

Symbolbild Wahlurne
+
Symbolbild Wahlurne

Eine Woche, bevor am Montag, 19. Juli 2021, die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl in Frankenau abläuft, stehen die ersten beiden Bewerber fest. Die Bürgermeisterwahl findet am 26. September 2021 statt.

Frankenau - Frankenaus Bürgermeister Björn Brede (SPD) tritt nach zwei Legislaturperioden nicht mehr an, was er erst vor wenigen Wochen bekanntgegeben hatte. Brede wird am 1. April 2022 neuer Direktor beim Gebietsrechenzentrum ekom21 in Kassel. Am Tag zuvor endet seine zweite Amtszeit als Bürgermeister. Deshalb wird am 26. September, dem Tag der Bundestagswahl, ein neuer Bürgermeister in Frankenau gewählt.

Nun haben die ersten beiden Bewerber ihrer Unterlagen für die Wahl abgegeben: Die Freien Bürger haben Horst-Werner Bremmer einstimmig als Kandidaten nominiert. Auch der gebürtige Frankenauer Dietmar Wassermann will als unabhängiger Kandidat antreten, bestätigte er der HNA.

Ein weiterer potenzieller Kandidat, der der HNA bekannt ist, wollte sich noch nicht öffentlich äußern. Nach Auskunft von Frankenaus Wahlleiterin Jutta Stremme-Ruppel sind bis jetzt vier Mal die Bewerbungsunterlagen für die Bürgermeisterwahl angefordert worden. In Frankenau werden bereits mehrere Namen für weitere potenzielle Kandidaten gehandelt.

Kandidat Horst-Werner Bremmer

Der 53-jährige Bremmer gehört den Freien Bürgern an, ist seit 1997 Stadtverordneter in Frankenau und seit April Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung. Der Diplom-Ingenieur, der als Vertriebsleiter bei der Firma Günther Heißkanaltechnik in Schreufa arbeitet, ist verheiratet und hat drei Söhne.

„Ich möchte mit den Freien Bürgern unsere Ziele für Frankenau umsetzen“, sagt der Altenlotheimer zu seiner Kandidatur. „Wir wollen Frankenau zukunftsorientiert aufstellen: lebenswert und liebenswert für alle Generationen.“ Dazu gehörten ausreichende Kindergartenplätze und ein Seniorenheim.

Horst-Werner Bremmer

Er habe zwar schon vorher über eine Kandidatur nachgedacht, ausschlaggebend für seinen Entschluss sei dann die Ankündigung von Björn Brede gewesen, nicht mehr anzutreten. Er sei dann auch von verschiedenen Leuten darauf angesprochen worden und habe auch mit seiner Chefin bei der Firma Günther darüber gesprochen, berichtete Bremmer am Montag. Auf die Frage, welche Chancen er sich – mit Blick auf weitere Bewerber – ausrechnet, sagt Bremmer: „Die Chancen sind da. Letztlich entscheidet der Bürger am 26. September.“

Seine Tätigkeit als Kreischorleiter und als Dirigent von mehreren Chören sieht er nicht als Hinderungsgrund für eine Kandidatur: „Das ist eine Sache des Zeitmanagements“, betont er: „Jeder Bürgermeister hat Hobbys.“ Als Vertriebsleiter sei er in der Vergangenheit auch schon häufig auf längeren Dienstreisen gewesen und habe das trotzdem mit seiner Chorarbeit vereinen können.

„Wir haben Horst-Werner Bremmer als Galionsfigur auserkoren, weil er Erfahrung in der Kommunalpolitik hat“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Freien Bürger, Karl-Heinz Metz, der HNA. Zudem sei Bremmer als Kreischorleiter über die Grenzen Frankenaus bekannt.

Kandidat Dietmar Wassermann

„Ich habe meine Bewerbungsunterlagen am Montag abgegeben“, sagte gestern Dietmar Wassermann zu seiner Kandidatur. Der 59-Jährige ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder. Der ehemalige Edertalschüler stammt aus Frankenau und hat in Wehrda eine Anwaltskanzlei.

Dietmar Wassermann

Er habe seit vielen Jahren auf eine Situation gehofft, die einem unabhängigen Bewerber die Chance einräumt, Bürgermeister in Frankenau zu werden“, sagte er auf Nachfrage. Die Konstellation sei günstig. „Wenn es jetzt gelänge, alle Betroffenen in Einklang zu bringen, könnte die gesamte Gemeinde sich schnell entwickeln“, so Wassermann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.