Hygienekonzept erarbeitet

Wieder Chorprobe in Altenlotheim: Dirigent hinter Plexiglas

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Mit Abstand: Die Sängerinnen von Glissando (Foto) und ihre Kollegen vom MGV Altenlotheim proben in einem ehemaligen Warenlager. Chorleiter Horst-Werner Bremmer (rechts) steht hinter einer Plexiglaswand.

Die Sängerinnen und Sänger aus Altenlotheim haben ihre Chorproben wieder aufgenommen. Dafür wurde eigens ein Hygienekonzept erarbeitet.

„Das macht richtig Spaß nach einer so langen Zeit“, sagt Burgis Wagner vom Frauenchor Glissando, als sie das ehemalige Raiffeisenlager in Altenlotheim nach der Chorprobe verlässt.

Nach wochenlangem Übungsstunden-Verbot wegen der Corona-Pandemie und diversen online-Proben am Laptop haben sich die Sängerinnen jetzt zum zweiten Mal wieder „real“ zur Chorprobe getroffen.

„Von Angesicht zu Angesicht“, trifft es dabei allerdings nicht ganz, wie Chorleiter Horst-Werner Bremmer anmerkt, denn er steht beim Dirigieren hinter einer großen Plexiglaswand.

Auch sonst halten sich die Sängerinnen streng an ein zuvor vom Vorstand erstelltes Hygienekonzept, das neben einem Mindestabstand von zwei Metern zum Platz des Nachbarn unter anderem auch regelmäßiges Lüften des Probenraums vorschreibt und genaue Regelungen für den Zutritt und das Verlassen des Raumes enthält.

„Das haben wir vom Gesundheitsamt genehmigt bekommen und dürfen nach diesen Vorgaben wieder proben“, teilt Bremmer mit.

„Wir sind sehr froh, dass es damit einen kleinen Schritt in Richtung Normalität geht“, hatte Sprecherin Susanne Kubat bereits im Vorfeld der Probe gegenüber der HNA gesagt.

Auch Heidi Schelberger freut sich über das Treffen mit den anderen Chormitgliedern: „Online-Probe war auch gut. Aber so ist es auch wieder schön, wenn man den Drei- oder Vierklang hören kann“, sagt die Frankenauerin.

Die Sänger des ebenfalls von Horst-Werner Bremmer geleiteten Männergesangvereins Altenlotheim witzeln über die Trennwand zum Dirigenten: „Fehlt nur noch das Schild: Bitte nicht füttern“, sagt einer der Männer, als Horst-Werner Bremmer scherzhaft sagt, er fühle sich ein bisschen wie im Zoo.

Gewöhnungsbedürftig ist auch der Probenraum, denn statt im Vereinslokal Hessischer Hof in Frankenau, wo die Sänger sich normalerweise zum Üben treffen, finden die Singstunden aus Platzgründen im ehemaligen Raiffeisen-Warenlager in Altenlotheim statt.

Die Räume hat Vereinsmitglied und Sänger Heinrich Buckert zur Verfügung gestellt. Zur besseren Durchlüftung bleiben sowohl Eingangs- als auch Ausgangstür während der gesamten Probendauer weit offen. Bei der ersten Probe am vergangenen Wochenende sei es sehr kalt gewesen und einige Sänger hätten gefroren. „Aber das muss man vorsichtshalber schon machen“, betont Bremmer. Ob inzwischen auch andere Chöre eine Wiederaufnahme der Proben planen, ist Horst-Werner Bremmer nicht bekannt.

„Nach Freigabe des Konzeptes durch das Gesundheitsamt habe ich die Informationen dazu an die Chorleiterkollegen und die Vorstände im Sängerkreis weitergegeben“, sagt er. „Meines Wissens nach probt Intermezzo im Freien und Pro Musica möchte auch im Freien beginnen.“

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