Feuerwehren hatten sich freiwillig zusammengeschlossen

Dainrode/Allendorf ist Hessens "Feuerwehr des Monats"

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Auszeichnung: Dainrodes Wehrführer Daniel Hecker (vorne rechts) nimmt die Urkunde von Staatssekretär Werner Koch (vorne links) entgegen. Hier mit Feuerwehrangehörigen aus Allendorf/Hardtberg und Dainrode, Vertretern des Feuerwehrwesens, der Politik und der Kommune.

Dainrode/Allendorf. Die vereinigte Feuerwehr aus Dainrode und Allendorf/Hardtberg ist zu Hessens „Feuerwehr des Monats“ März gekürt worden. 

Das Land Hessen honoriert damit, dass die Feuerwehren aus den beiden kleinen Frankenauer Stadtteilen auf Eigeninitiative eine Fusion eingegangen sind, um gemeinsam ihre Einsatzbereitschaft zu stärken.

Mit ihrem in Eigeninitiative entwickeltem Konzept zum Zusammenschluss der Einsatzabteilungen haben die Freiwilligen Feuerwehren aus den Frankenauer Stadtteilen Allendorf/Hardtberg und Dainrode 2014 nicht nur eine schon oft als beispielhaft bezeichnete Fusion vollzogen. Für „den Weg dorthin“, wie Staatsekretär Werner Koch es formulierte, sind die Feuerwehrangehörigen jetzt zudem als Hessens „Feuerwehr des Monats März 2018“ ausgezeichnet worden. Der Titel ist verbunden mit einer Anerkennungsprämie in Höhe von 500 Euro.

„Die Ortsteil-Feuerwehren zeigen, wie lokale Aufgabenwahrnehmungen gebündelt und Synergieeffekte sinnvoll genutzt werden können“, sagte der Innenstaatsekretär bei der Auszeichnung in Allendorf. Die Kameraden hätten sich „Schritt für Schritt angenähert“.

Ein „großes Pfund“ sei die geographische Nähe der Wehren und dass sie zum selben „Menschenschlag“ gehörten. „Wir können stolz sein auf diese Wehren“, betonte Werner Koch. Die Fusion sei behutsam und mit „Masterplan“ vollzogen worden. „Das immer wieder proklamierte Wir-Gefühl haben sie hinbekommen“, lobte er.

Koch bescheinigte den Beteiligten Dynamik sowie „soziale und kommunale Kompetenz“. Es sei nie der Anspruch auf Hilfe durch die Kommune erhoben worden. Vielmehr habe es Menschen gegeben, die selbst die Ärmel hochgekrempelt hätten.

Seinen Respekt zollte der Staatsekretär auch dafür, dass bei den Übungen jeweils durchschnittlich 20 Feuerwehrleute teilnehmen. „Das Vorhaben ist rundum gelungen“, so sein Fazit. Die Einsatzfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Wehren sei gesichert. „Sie haben ohne Zweifel die Auszeichnung verdient. Sie sind Vorbild“, betonte er.

Dainrodes Wehrführer Daniel Hecker hatte zuvor stellvertretend auch für Allendorfs Wehrführer Mario Seitz, der in Urlaub ist, die Erfolgsfaktoren der Fusion genannt: „Das sind Spaß, Engagement, Freiwilligkeit und Vordenker“, so Hecker. „Wir sind zusammengewachsen und funktionieren dadurch viel besser als jemals zuvor“. Aktuell gebe es 43 Aktive in der Einsatzabteilung, davon allein 26 mit Atemschutzgeräteausbildung“, betonte Hecker.

Die beim Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses zugesagte „maximale Eigenleistung“ werde auch eingehalten, betonte Hecker.

Zur Auszeichnung gratulieten Brandschutzdezernent Thomas Finis vom Regierungspräsidium Kassel, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese, Stadtbrandinspektor Manuel Kühn, Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick und Bürgermeister Björn Brede, der auch für die Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Dr. Daniela Sommer sprach.

„Die Ausschreibungsvorarbeiten für das neue Gerätehaus laufen“, sagte Brede auf Nachfrage der HNA.

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