Firmenvertreter informiert Parlament

Edeka in Frankenau: Zeitplan für Baubeginn und Eröffnung steht

Die alte „Badelei“ in Frankenau ist der geplante Standort für den Edeka-Markt.
+
Die alte „Badelei“ in Frankenau ist der geplante Standort für den Edeka-Markt.

Wie ist eigentlich der Stand der Planung für den Edeka-Markt in Frankenau? Das Thema war am Mittwochabend (22.09.2021) Thema in der Sitzung des Frankenauer Stadtparlaments.

Frankenau – Nachdem mehrfach über ein Informationsdefizit hinsichtlich des geplanten Edeka-Marktes auf dem Areal der ehemaligen „Badelei“ in Frankenau geklagt worden war – zuletzt beim Bürgermeisterwahl-Forum der HNA am 15. September –, hat Bürgermeister Björn Brede jetzt reagiert und einen Vertreter von Edeka-Hessenring in die Stadtverordnetenversammlung eingeladen, um den aktuellen Sachstand darlegen zu lassen.

Nach Aussage von Thomas Rathke vom Edeka-Verbund befinde man sich aktuell auf der Zielgeraden der Baurechtschaffung. „Interne Zielsetzung ist, dass wir den Markt im nächsten Jahr eröffnen wollen“, sagte Rathke und bekam für diese Ankündigung Applaus der Stadtverordneten.

Thomas Rathke von Edeka informierte die Stadtverordnetenversammlung über den Sachstand des geplanten Edeka-Marktes.

Es seien bereits einige Hürden im Baurecht genommen worden, sagte Rathke über die vergangenen drei Jahre Bauleitplanung. „Wir sind jetzt ganz kurz vor dem Abschluss.“ Es gehe jetzt nur noch um den Hochwasserschutz. Das Grundstück habe diesbezüglich einige Herausforderungen, da es im tiefsten Punkt liege und Hangflächen angrenzten. Das Ingenieurbüro Gröticke arbeite derzeit einen Überschwemmungsraum aus.

„Andere Anforderungen als normale Wohnhäuser“

„Lebensmittelmärkte haben ganz andere Anforderungen als normale Wohnhäuser“, sagte Rathke und warb um Verständnis für die Dauer der Bauleitplanung. Aktuell werde an den Bauantragsunterlagen gearbeitet. „Wir sind auch gezwungen, sehr schnell zu bauen, weil sich die generelle Situation auf dem Baumarkt zuspitzt“, so Rathke, der ankündigte, mit Firmen aus der Region bauen zu wollen. Auf Nachfrage von Harald Koch (SPD) stellte Rathke in Aussicht, bei der Beschlussfasung über den Bebauungsplan die Pläne dem Parlament vorzustellen.

Der Bauantrag benötige in der Regel drei Monate. Geplant sei, spätestens Ostern 2022 mit den Bauarbeiten zu beginnen, kündigte er auf Nachfrage von Claude Pilger (Grüne Liste) an. Seine Parteikollegin Sigrid Briel erkundigte sich, ob Bäume gefällt werden müssen. „Die Bäume bleiben soweit wie möglich stehen“, sagte der Edeka-Vertreter. Einige müssten aber im Bereich der Einfahrt weichen.

Auf den Hinweis Briels, dass es inzwischen eine Klage gegen das Bauvorhaben gebe, sagte Rathke, dass das Projekt – sollte der Satzungsbeschluss einen Fehler enthalten – angreifbar sei. Es könne sich dann verzögern.

Bürgermeister Björn Brede sprach von einem „deutlichen Signal“ seitens Edeka. Wichtig sei jetzt allerdings zunächst der Hochwasserschutz. „Es wäre fatal, wenn der Markt beim ersten Hochwasser, wie in Nieste, gleich volllaufen würde“, sagte Brede in Abspielung auf eine Überflutung des dortigen Edeka-Marktes nach Starkregen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.