Heimatverein

Allendorf/Hardtberger brauen eigenes Bier

Hobby-Brauer: Heinz Seitz, Harry Hurnik, Dirk Michel, Ralf Heinrichs und Holger Bode (von links) vom Heimatverein Allendorf/Hardtberg brauen ein eigenes Bier mit einer selbst zusammengestellten Anlage. Auf dem Bild fehlen Alexander Küster, Erhard Christmann, Dieter Hörle und Hartmut Schäfer.
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Hobby-Brauer: Heinz Seitz, Harry Hurnik, Dirk Michel, Ralf Heinrichs und Holger Bode (von links) vom Heimatverein Allendorf/Hardtberg brauen ein eigenes Bier mit einer selbst zusammengestellten Anlage. Auf dem Bild fehlen Alexander Küster, Erhard Christmann, Dieter Hörle und Hartmut Schäfer.

Die Hobby-Brauer des Heimatvereins Allendorf/Hardtberg müssen sich gedulden, denn gut Bier muss Weile haben. Insgesamt dauere die erste Brauphase rund acht Stunden, berichtet der zum Braumeister erkorene Holger Bode.

Allendorf/Hardtberg – Er habe sich intensiv mit der Theorie des Bierbrauens beschäftigt, sagt Bode. Hilfe habe er von seinem Bekannten Ulrich Müller, einem studierten Bierbrauer aus Landsberg in Bayern erhalten, mit dem er sich in den vergangenen Wochen oft am Telefon ausgetauscht habe.

Selbst zusammengestelle Brauanlage

Die Beteiligten haben die Brauanlage vor circa drei Monaten für mehr als 2000 Euro angeschafft. 750 Euro „Festgeld“ hatte die Stadt Frankenau dazu gegeben, im Nachgang zur 750-Jahr-Feier Allendorf/Hardtbergs im vergangenen Jahr. Statt eines Komplett-Paketes aus Fernost hätten sie sich für Braukessel eines italienischen Herstellers entschieden und diese um ein selbstgeschweißtes Gestell aus Edelstahl ergänzt, erzählt Bode. In einen dieser Kessel passen 75 Liter Flüssigkeit.

Beim Brauen füllt der Braumeister 20 Kilogramm Malz in einem Kessel mit Wasser auf. Nach dem Einmaischen, dem Läutern, der Hopfenzugabe, dem Abkühlen auf 12 bis 15 Grad und der Hefezugabe gärt das Bier eine Woche lang bei 10 Grad, bevor es in Flaschen abgefüllt wird und dann bei circa einem Grad noch fünf bis sechs Wochen reifen muss.

Diese Zeit wollen sich die Hobby-Brauer nehmen, genießen jedoch während der Arbeit schon einmal ein kühles Bier eines anderen Brauers, um die Vorfreude auf das eigene Getränk zu erhöhen.

Stärkung der Gemeinschaft

Insgesamt stärkten solche Aktivitäten die Dorfgemeinschaft, sagt Dirk Michel, Ortsvorsteher von Allendorf/Hardtberg und Vorsitzender des Heimatvereins. „Aus dem übrig gebliebenen Gerstenmalz backen wir in unserem Backhaus Brot“, erzählt er.

Nicht nur die Mitglieder des Heimatvereins seien zum gemeinsamen Brauen eingeladen.

Das Bier stellen die Hobby-Brauer nur für den Eigenbedarf her. Das ist in Deutschland legal und muss lediglich beim Zollamt angemeldet werden. So lange die Allendorfer nicht mehr als 200 Liter Bier im Jahr brauen, müssten sie auch keine Biersteuer zahlen, berichtet Michel. In diesem Jahr würden sie diese Menge jedoch ohnehin nicht erreichen. Ein Kessel fasst schließlich nur 75 Liter und die erste Ration ist noch nicht fertig gebraut.

Von Paul Bröker

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