Ellershäuser Eltern wollen ihre Kinder vor Rasern schützen

Gefahr für spielende Kinder: Eine mögliche Lösung für die Saalenstraße in Ellershausen könnten sogenannte „Kölner Teller“ sein, wie hier in Allendorf -Eder. Foto:  Steber

Ellershausen. Mehr Sicherheit für spielende Kinder fordern Eltern aus Ellershausen. Vor allem in der Saalenstraße seien viele Autofahrer zu schnell unterwegs, beschwerten sich einige Ellershäuser am Rande der Übergabe des neuen Spielgerätes.

Bürgermeister Björn Brede kündigte an, diese Anfragen ernst zu nehmen, „gerade weil auf dieser Ecke viele Kleinkinder wohnen.“ Die Stadt Frankenau werde beim Ordnungsbehördenbezirk beantragen, dass dort eine Geschwindigkeitsmessung und eine Verkehrszählung vorgenommen wird.

Schon mehrfach habe es Beschwerden von Anwohnern gegeben, weil Ortskundige und Dienstleister den Weg über den Feldweg aus Geismar ins Dorf nähmen und dabei zum Teil zu schnell unterwegs seien, bestätigte Brede. „Das ist eine potenzielle Gefahr für spielende ·Kinder.“

Im Gespräch mit betroffenen Eltern erfuhr er, dass auch liegengelassene Bälle oder Bobbycars am Fahrbahnrand bei den Fahrern nicht dazu geführt hätten, dass diese dauerhaft langsamer fuhren.

„Das dauerte zwei Tage, dann hatten sie sich daran gewöhnt, dass das da steht“, berichtete ein Vater. „Und über den Ball wurde einfach drübergefahren.“

Sollte die Verkehrsüberwachung tatsächlich ein erhöhtes Gefahrenpotenzial ergeben, „werden wir gegebenenfalls etwas installieren, was die Fahrer dazu zwingt, die Geschwindigkeit zu drosseln“, sagte Brede.

In Allendorf-Eder ist dieses Problem in der Freiherr-von-Rotsmann-Straße mit so genannten „Kölner Tellern“ gelöst. Die Aluguss-Kuppeln werden mit einem speziellen Kleber auf die Fahrbahn geklebt und zwingen Auto- und Motorradfahrer zum langsamen Fahren. Die Kölner Teller sind am höchsten Punkt fünf Zentimeter hoch und werden versetzt zueinander aufgeklebt. Dies sei eine mögliche Lösung, die die Stadt prüfen würde, sagte Brede. (apa)

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