Seelsorge war Herzenssache

Gemeinde verabschiedet Pfarrer Heinrich Giugno in den Ruhestand

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Abschied vom Pfarrer, Ende des Kirchspiels: Gruppenbild mit dem scheidenden Pfarrerehepaar Heinrich und Gabi Giugno sowie Dekanin Petra Hegmann sowie Kirchenvorstände der Kirchengemeinden Louisendorf, Ellershausen und Allendorf.

Ellershausen. Das evangelische Kirchspiel Louisendorf hat sich am Sonntag in Ellershausen von seinem Pfarrer Heinrich Giugno verabschiedet

Mit Dank, Anerkennung und großer Herzlichkeit hat verabschiedeten sich die Gemeindemitglieder von ihrem letzten Dienststelleninhaber, der am 1. Januar 2016 seinen Ruhestand antreten wird.

Die Kirchengemeinden Ellershausen, Allendorf und Louisendorf werden künftig pfarramtlich von Frankenau und Geismar aus versorgt - mit späterem Pfarrdienstsitz in Ellershausen (HNA berichtete). In der Ellershäuser Kirche feierten Gemeindemitglieder, Wegbegleiter, Freunde und die Familie Giugno einen festlichen Gottesdienst.

Adventliche Hoffnung auf Gottes Ankunft als Licht in dieser Welt bestimmte die letzte Predigt des Pfarrers ebenso wie die dankbare Rückschau auf gemeinsam erlebte Zeit. In ihrem Zuspruch erinnerte Dekanin Petra Hegmann an den Glanz Gottes, der „Menschen dazu antreibt, Gemeinde zu bauen und etwas von der selbst erlebten Liebe an andere weiterzugeben“. Die Dekanin beschrieb die „Verankerung“ und das Wirken Giugnos seit 1987 im Kirchspiel Louisendorf und betonte: „Seelsorge war Ihr Herzensanliegen.“ Das sei auch in seiner zehnjährigen Tätigkeit als Krankenhausseelsorger in Frankenberg sichtbar geworden.

Für den Ruhestand: Eine hölzerne Gartenbank schenkten dem Ehepaar Giugno die Kirchenvorstände, vertreten durch (von links) Horst Debus, Elvira Heinrichs und Heinz Berg.

Hegmann schloss in ihren Dank auch Ehefrau Gaby Giugno ein, die als Pfarrfrau eigene Akzente gesetzt habe, insbesondere in der Kirchenmusik. Die Dekanin nutzte die Verabschiedung aber auch, um Kirchenvorstand und Gemeinde für ihr Engagement zu danken. „Ihr Gemeindeleben hat mich immer beeindruckt und lässt mich für die Zukunft mit allen Veränderungen und Herausforderungen hoffen!“ 

„Sie waren in unser dörfliches Leben integriert, haben ihr Pfarrhaus für alle geöffnet und auch am freien Montag schon mal zu Sitzungen eingeladen. Ihre Stärke war das Predigen!“, meinte Heinz Berg (Louisendorf), der im Namen des Gesamtkirchenvorstandes Giugno „am Ende einer Ära des Kirchspiels“ dankte.

Mit bunten Bändern standen am Ende des Gottesdienstes die Kindergottesdienst-Jüngsten vor der Kirche Spalier und sangen, während die Pfarrfamilie viele Hände schüttelte. Anschließend war im Dorfgemeinschaftshaus bei einer Kaffeetafel Gelegenheit, Abschied zu nehmen. Es gab viele Grußworte und Wünsche für die scheidende Pfarrfamilie, darunter auch Grüße aus der Partnergemeinde Die in Frankreich.

Die Kirchenvorstände des Kirchspiels Louisendorf hatten sich für die Familie Giugno eine besondere Überraschung ausgesucht: Elvira Heinrichs überreichte eine wetterfeste Ruhebank für den Garten im neuen Frankenberger Wohnsitz.

Von Karl-Hermann Völker

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