Feriendorf Frankenau: Geschäftsführer Janssens zieht sich zurück

Feriendorf in Frankenau: Geschäftsführer Louis Janssens will sich aus dem Geschäft mit der Freizeitanlage im Kellerwald-Städtchen zurückziehen und in seine Heimat Holland zurückkehren. Archivfoto: Daum

Frankenau. Er hat das Haupt- und Verwaltungsgebäude im Feriendorf Frankenau saniert und die darin befindliche Gastronomie wieder eröffnet: Nun will sich Geschäftsführer Louis Janssens aus Frankenau zurückziehen.

Am Montag teilte er der HNA mit, dass er das Haupt- und Verwaltungsgebäude verkaufen und in seine Heimat, die Niederlande, zurückgehen will.

„Ich habe in meinem Leben viel gearbeitet und möchte in Zukunft mehr Zeit für Familie und Freunde haben“, schreibt Louis Janssens in einer Pressemitteilung. Er wolle sein Leben künftig ohne Geschäftstermine gestalten. Janssens betont, dass die mit dem Verkauf des Verwaltungsbäudes beauftragten Firmen die Belange der „Verwaltungsgesellschaft Ferienpark Frankenau“ bei der Projektierung der Immobilie berücksichtigen werden. Im Klartext heißt das: Janssens will, dass das Feriendorf auch künftig bestehen bleibt.

Doch wie stehen die Chancen, dass der Betrieb im Feriendorf nach einem Verkauf tatsächlich weiter läuft? Die beiden Betreiber Eva Sietsma und Rudy Karrenbeld, die Janssens Anfang 2014 eingestellt hatte, damit sie die Geschicke des Feriendorfs leiten und unter anderem die Vermietung und die Gastronomie betreiben, sind optimistisch. „Wir sind zwar traurig, denn wir haben uns immer gut mit Louis Janssens verstanden. Für den Ferienpark wird sich allerdings in Bezug auf die Vermarktung und Verwaltung erst einmal nichts ändern“, betont Eva Sietsma.

Wie es bei einem Verkauf dann konkret weitergeht, wissen die Betreiber jedoch nicht. „Keiner kann zum jetzigen Zeitpunkt sagen, was ein neuer Besitzer vorhat. Leider haben mein Partner und ich nicht die finanziellen Mittel, um das Gebäude zu kaufen und die Geschäftsführung selbst zu übernehmen. Wir hoffen nun einfach darauf, dass wir unter einem neuen Besitzer wie gewohnt weiterarbeiten können und das Feriendorf bestehen bleibt“, sagt Eva Sietsma, die auch gleich mehrere Argumente für einen Fortbestand der Freizeitanlage anfügt: „Die beiden ursprünglichen Eigentümervereine haben sich zu einem Verein zusammengeschlossen. Die Ferienhäuser wurden renoviert und haben einen qualitativ guten Standard. Mehr als 90 Ferienwohnungen verfügen über Internetanschluss. Deutsche und holländische Reiseveranstalter haben den Park wieder in ihre Prospekte aufgenommen und die Buchungen sind gestiegen“, sagt sie.

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