Runder Tisch in Frankenau zieht Bilanz

Flüchtlinge brauchen nur noch wenig Hilfe, etliche ziehen weg

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Keine Berührungsängste: Die in Frankenau lebenden Flüchtlinge haben mit den Mitgliedern des „Runden Tischs“ sowie Vertretern der Stadt und des Landkreises einen Ausflug in den Wildpark am Edersee unternommen.  Vor allem die Kinder genossen das Angebot.

Frankenau. Arbeitslos sind die rund 15 Mitglieder des „Runden Tischs zur Betreuung der Flüchtlinge in Frankenau“ noch nicht – aber ihre Hilfe wird inzwischen wesentlich seltener benötigt, als zu Beginn ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Winter 2015.

„Mittlerweile sind die Flüchtlinge so selbstständig geworden, dass sie uns nicht mehr so oft brauchen“, sagt Gabriele Schütz, die sich zusammen mit ihrem Mann Dr. Rainer Schütz in der Gruppe engagiert.

Der „Runde Tisch“ tage daher nur noch einmal im Monat und nicht mehr alle 14 Tage. Auch die von Familie Pilger betriebene Kleiderkammer habe ihre Öffnungszeiten eingeschränkt.

Stand zunächst die engmaschige Betreuung der Menschen im Vordergrund, sei der Kontakt nun vor allem freundschaftlicher Art. „Wir gehen hin, trinken einen Tee zusammen und fragen, ob es was Neues gibt in der Familie“, beschreibt Gabriele Schütz. Inzwischen herrsche eine große Vertrautheit, ergänzt ihr Mann Rainer: „Wenn was ist, kommen die Flüchtlinge auch von sich aus zu uns.“ Viele böten auch ihre Hilfe an – beim Heckeschneiden oder Ähnlichem. „Es ist ein schönes Miteinander geworden“, fasst Gabriele Schütz zusammen und ergänzt: „Jeder hat davon profitiert“.

Aktuell seien von den 76 in der Gemeinde lebenden Flüchtlingen über 50 Prozent anerkannt. „Wir beherbergen 36 Syrer, 28 Afghanen, neun Menschen aus Pakistan und drei Iraner.“ Auch etwa die Hälfte der afghanischen Neubürger sei anerkannt.

„Wir hoffen sehr, dass die Rückführung der afghanischen Menschen auch in Hessen beendet wird. Wie wir aus den Medien erfahren haben, ist Afghanistan alles andere als ein sicheres Land“, sagt das Ehepaar.

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