Frankenau

Flurneuordnung: Chance auf Fördergelder nicht verstreichen lassen

Blick über das Kellerwald-Städtchen: Frankenau befindet sich in der Flurneuordnung. Ziel dabei ist die Neuordnung von Flächen, damit der Naturpark diese besser bewirtschaften kann. Während des Verfahrens sind auch Einzelmaßnahmen förderfähig. Archivfoto: Müller

Frankenau. Projekte in der Stadt Frankenau können im Zuge der Flurneuordnung gefördert werden. Darüber wurden die Mitglieder des Ortsbeirates während einer Sitzung informiert.

Bürgermeister Björn Brede (SPD) appellierte bei der Sitzung eindringlich an Frankenaus Ortsvorsteher Alexander Kaufmann. „Ich weise schon seit längerem darauf hin, dass sich der Ortsbeirat Gedanken über Projekte machen sollte, die möglicherweise mit Förderungen aus der Flurneuordnung in der Kernstadt umgesetzt werden können“, sagte der Rathaus-Chef am Mittwoch bei der Sitzung des Ortsbeirates.

Er bat Kaufmann darum, das Thema innerhalb des Gremiums in den kommenden Wochen zu diskutieren.

Darum geht es: Die Kernstadt Frankenau befindet sich seit einiger Zeit in der Flurneuordnung, über die noch einmal im Ortsbeirat informiert wurde. Die Stadt hat die Möglichkeit, für Projekte, die zusammen bis zu 840 000 Euro kosten können, bei Einbringung eines Eigenanteils hohe Fördergelder zu erhalten - vorausgesetzt, die Projekte erfüllen die Förderrichtlinien im Flurneuordnungsgesetz.

Grundsätzlich werden bei der Flurneuordnung Flächen neu verteilt, um eine bessere Bewirtschaftung dieser zu erreichen (siehe Hintergrund). Es können aber auch Einzelmaßnahmen im Zuge der Flurneuordnung gefördert werden.

Das ist in Frankenau auch schon passiert: 2013 wurde ein Teil des 120 000 Euro teuren Wegebaus mit Geld aus der Flurneuordnung gefördert. 2015 und 2016 sollen noch einmal 600 000 Euro in den Wegebau fließen, wovon wieder ein Großteil aus der Flurneuordnung gefördert wird. „Es ist dann immer noch Geld übrig“, sagt Bauamtsleiter Thomas Tönges, der betont: „Wenn es Brei regnet, muss man einen Löffel haben.“

Die zuständige Behörde für die Flurneuordnung ist das Amt für Bodenmanagement in Korbach. Ansprechpartner für förderfähige Projekte ist Herbert Ruhwedel vom Flurneuordnungsausschuss in Frankenau. Er berichtete im Ortsbeirat über Ideen für Projekte, die in Frankenau gefördert werden könnten. „Es wird beispielsweise immer wieder ein Maschinenschuppen für landwirtschaftliche Geräte gefordert. Aber auch eine Misteplatte, auf der auch Grünschnitt abgeladen werden kann, könnte förderfähig sein. Genauso Ausweichbuchten auf dem Weg ,Zum Stegen’, der wegen des schlechten Zustandes der Straße zwischen Frankenau und Altenlotheim stark von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird“, sagte Ruhwedel.

Zudem wären in Frankenau ein Holzlagerplatz und ein Wohnmobilstellplatz denkbar. „Man muss die Projekte nur gut verpacken, um sie gefördert zu bekommen“, sagte Ruhwedel, der betonte, dass auch Wildschutzanlagen, Maßnahmen zum Hochwasserschutz oder Projekte an Gewässern förderungsfähig seien.

Auch Tönges wies den Ortsbeirat darauf hin, Ideen zu sammeln: „Dann sollte man sich noch einmal treffen, um auszuloten, welche Projekte mit einer Förderung umgesetzt werden können.“

Service: Weitere Infos beim Bauamt unter: 06455/799-14

Von Philipp Daum

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