Polizei schätzt Schaden auf 500.000 Euro

Landwirtschaftliches Anwesen brennt nieder - Viele Kühe sterben

Bei Frankenau brannte am frühen Freitagmorgen (25.06.2021) ein landwirtschaftliches Anwesen. Mehrere Kühe kamen bei dem Brand ums Leben.

Frankenau – Nur wenige hundert Meter hinter dem Ortsschild von Frankenau in Richtung Frebershausen brannte am frühen Freitagmorgen (25.06.2021) ein landwirtschaftliches Anwesen nahezu bis auf die Grundmauern nieder. Die Polizei schätzt den Sachschaden in einer ersten Pressemitteilung auf mindestens 500.000 Euro.

Das Feuer wurde gegen 2.15 Uhr gemeldet. Rund 70 Feuerwehreinsatzkräfte aus Frankenau und Frankenberg waren vor Ort nötig, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen und das wenige Meter entfernte Wohnhaus zu schützen. Auch der im hinteren Teil des Gebäudes befindliche Dieseltank wurde durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr nicht in Mitleidenschaft gezogen. Das Wohnhaus blieb verschont.

Wie der Stellvertretende Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Frankenau, André Hesselbein, berichtet, stand beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte das Anwesen bereits in Vollbrand. In den Stallgebäuden befanden sich neben landwirtschaftlichen Maschinen 100 Bullen und Kühe, berichtete die Polizei nach einem Gespräch mit dem Eigentümer.

Bei Frankenau kam es am Freitagmorgen (25.06.2021) zu einem Brand in einem landwirtschaftlichem Betrieb.

Wie viele Tiere gestorben sind, konnte der Landwirt am Freitagmorgen noch nicht sagen. Einige der Tiere waren vor dem Feuer aus dem Stall geflüchtet und weggelaufen, sie müssen erst wieder eingefangen werden. Die Zahl der toten Tiere werde „im niedrigen zweistelligen Bereich“ sein, sagte Polizeisprecher Dirk Richter auf Nachfrage. Ob Menschen bei dem Brand verletzt wurden, darüber gehe aus den ersten Polizeiberichten vom Morgen nichts hervor, sagte der Polizeisprecher.

Brand bei Frankenau: THW mit schwerem Gerät im Einsatz

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Frankenau, die Feuerwehr Frankenberg, das THW, ein Rettungswagen sowie die Polizei Frankenberg. Obwohl die Feuerwehr den Brand im Verlauf schnell unter Kontrolle hatte, kam es am Anfang zu Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung. Da das Anwesen außerhalb der Ortschaft liegt, mussten Schlauchleitungen über eine längere Wegstrecke gelegt werden. Die Wasserversorgung wurde zudem von zwei Tankern unterstützt.

Brand in Frankenbau: Bei Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich das Anwesen bereits im Vollbrand.

Da das Gebäude zum Teil bereits einstürzte und sich unter anderem noch Strohballen im Inneren befanden, wurde das THW mit schwerem Gerät hinzugezogen. Auf dem Dach des Gebäudes war eine Photovoltaikanlage installiert, welche ebenfalls durch das Feuer vollständig zerstört wurde.

Scheunenbrand genau vor einem Jahr

Zur Brandursache gibt es laut Polizeisprecher Dirk Richter noch keine Erkenntnisse. Wegen des hohen Verbrennungsgrades sei es aktuell noch schwierig, die Ursache zu ermitteln, sagte er am Freitagmorgen. Die Kripo werde dazu einen Sachverständigen des Hessischen Landeskriminalamtes hinzuziehen. „Heute wird es noch kein Ergebnis geben“, sagte Richter.

Bereits vor genau einem Jahr, am 29. Juni 2020, war ganz in der Nähe eine Scheune abgebrannt - von derselben Familie wie diesmal. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden Bränden gibt, dazu könne die Polizei noch nichts sagen, es sei aber auch nicht auszuschließen, sagte Dirk Richter. „Wir ermitteln natürlich auch in diese Richtung.“ (Mark Pudenz, Jörg Paulus)

Mögliche Zeugen zum Brandgeschehen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei in Korbach unter der Tel. 05631-9710 zu melden.

Rubriklistenbild: © Mark Pudenz

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