Autofahrer kommt von Bundesstraße 253 ab

Frankenauer im Auto eingeklemmt: Lange Suche nach Unfallwagen

Unfall bei Bad Wildungen am Dienstag. Der Fahrer kam aus Frankenau. Foto: 112-magazin.de

Frankenau/Bad Wildungen. Ein Autofahrer ist am Dienstagmorgen von der Bundesstraße 253 abgekommen und erst nach mehreren hundert Metern an einer Böschung unterhalb einer Brücke zum Stillstand gekommen.

Weil das Fahrzeug von der Straße aus nicht zu sehen war, mussten die Einsatzkräfte längere Zeit suchen. Feuerwehrleute befreiten den eingeklemmten und verletzten 48-Jährigen schließlich, der Rettungsdienst lieferte ihn in ein Krankenhaus ein.

Der Mann aus Frankenau war am Dienstagmorgen gegen 6.15 Uhr auf der B 253, von Hundsdorf kommend, in Fahrtrichtung Fritzlar unterwegs, als er gut einen Kilometer nach dem Abzweig nach Reinhardshausen aus bislang ungeklärten Gründen nach rechts von der Straße abkam. Der 1er-BMW fuhr etwa 400 bis 500 Meter über einen Grünstreifen und einen parallel zur Bundesstraße verlaufenden Wirtschaftsweg, bevor er unterhalb einer Brücke gegen die Böschung prallte, diese mehrere Meter hinauffuhr und schließlich in einem Gebüsch zum Stillstand kam.

Der Notruf erfolgte automatisch über das so genannte Connected-Drive-System des neuwertigen Wagens. Dadurch war zwar die Unfallstelle etwa bekannt, der verunglückte Wagen war jedoch unterhalb der Fahrbahn in dem Gebüsch von der Straße aus überhaupt nicht zu sehen. Die Einsatzkräfte suchten daher zunächst den gesamten Streckenabschnitt zwischen den Abfahrten Reinhardshausen und Braunau ab. Als Feuerwehrleute dann frische Spuren neben der B 253 entdeckten und diesen nachgingen, fanden sie in einiger Entfernung auch den verunglückten BMW.

Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Udo Paul mussten dann die Einsatzfahrzeuge noch einen Weg finden, um von der Straße aus die Unfallstelle zu erreichen. Da der Wagen in einem Gebüsch stand, setzten die Freiwilligen zunächst die Motorkettensäge ein, um sich einen Zugang zu verschaffen.

Ein weiteres Problem war es laut Paul, an der steilen Böschung sicher und ohne Eigenrisiko zu arbeiten. Dazu legten die Brandschützer unter Leitung von Stadtbrandinspektor Ralf Blümer mehrere Steckleiterteile auf den schrägen Untergrund, um weitgehend gefahrlos die hydraulischen Rettungsgeräte zum Unfallwagen tragen zu können.

Noch im Wagen, den die Feuerwehr mit einer Seilwinde gegen Abrutschen oder Wegrollen gesichert hatten, wurde der verletzte Fahrer notärztlich erstversorgt.

Hinweise: Zeugen, die Angaben zum Unfall oder der vorangegangenen Fahrweise des Wagens machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 05621/70900 an die Polizei in der Badestadt zu wenden. Quelle: 112-magazin.de

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