Frankenauer Ehepaar nimmt an Rallye nach Jordanien teil

Startklar: Das Frankenauer Ehepaar Holger und Doris Kaufmann nimmt an der Rallye Allgäu-Orient teil – mit einem gebrauchten Mercedes C-Klasse, den es für 750 Euro gekauft und für die Rallye fahrtauglich gemacht hat. Foto: Biedenbach

Frankenau. Doris und Holger Kaufmann aus Frankenau haben ein kühnes Ziel: Mit vier Freunden und drei betagten Autos wollen sie die 7777 Kilometer lange Strecke nach Jordanien bewältigen.

Die einen wollen im Urlaub entspannen, das Frankenauer Ehepaar Kaufmann sucht das Abenteuer. Der Kfz-Meister Holger (52) und die Krankenschwester Doris Kaufmann (45) starten am 9. Mai mit einem 18 Jahre alten Mercedes C-Klasse auf eine dreiwöchige, 7777 Kilometer lange Rallye nach Amman in Jordanien.

Statt am Strand zu liegen, werden sie täglich mindestens 500 Kilometer im Auto unterwegs sein - über Landstraße später auch durch die Wüste brettern. Sie nehmen an der Rallye Allgäu-Orient teil, die auch mit Hilfsprojekten verbunden ist.

Als Holger Kaufmann bei einer Talkshow von der jährlichen Tour des Vereins „Rallye-Allgäu-Orient“ erfahren hat, war er sofort Feuer und Flamme. Im Mai 2014 war er beim Start in Oberstaufen als Zuschauer dabei.

An der Tour nahm sein Bekannter Cord Saffran aus Ahnsen in Niedersachsen teil. Und der hat auch für dieses Jahr wieder einen der 111 begehrten Teilnehmerplätze ergattert. In seinem Team fahren nun neben drei weiteren Niedersachsen auch die Kaufmanns mit. Sie nennen sich Team Südheide.

Drei in Jahre gekommene Mercedes C-Klasse, T Modell, mit zusammen über 750.000 Kilometern Laufleistung bilden den Fuhrpark des Teams. An diesen „Wüstensternen“, die sie jeweils für wenige hundert Euro aus dem Internet ersteigerten, haben Holger Kaufmann und seine Schrauber-Kollegen den Winter über gewerkelt. Zugelassen sind nur 20 Jahre alte oder höchstens 1111 Euro teure Pkw.

Gefahren wird nach Karte auf Landstraßen, Autobahnen und Navigationsgeräte sind tabu. So gehören Pannen und unfreiwillige Umwege mit dazu. Aber Doris Kaufmann ist eine gute Kartenleserin. Schlafmangel ist programmiert, weil auch manchmal nachts gefahren wird, und meist wird unter freien Himmel übernachtet.

Denn die Übernachtung darf nicht teurer sein als 11,11 Euro pro Person und Nacht. „Wenn wir vier Nächte im Zelt schlafen, können wir uns in der fünften ein Hotel leisten“, planen die Kaufmanns.

Die Strecke können sie zum Teil selbst wählen, zum Teil müssen feste Punkte angefahren werden. Und schon nach drei Tagen müssen sie in Istanbul sein, dort geht es auf die Fähre. Wie die Strecke dann im vorderen Orient weitergeht, das bekommen sie vor Ort gesagt.

Der Sieger der Rallye erhält als Prämie ein lebendes Kamel. Doch das muss ebenso für wohltätige Zwecke in Jordanien weitergegeben werden wie die Autos und die Ausrüstung. Zurück geht es im Flugzeug.

Und für diese Tour tragen die Kaufmanns zudem die Reisekosten von 4000 Euro pro Person. Bei manchen ernten sie Kopfschütteln. Doch das Ehepaar, das zwei erwachsene Söhne hat und oft schon Urlaub mit Motorrad und Wohnmobil gemacht hat, reizt das Abenteuer.

Mit der Tour unterstützen die Kaufmanns mehrere Hilfsprojekte.  Mehr dazu in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine. 

www.suedhei.de

www.allgaeu-orient.de

www.betterplace.org/p26507

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