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Frankenauer Feuerwehr wählt Martin Bock zum Vorsitzenden

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Von: Susanna Battefeld

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Vorstand, Geehrte und Beförderte der Feuerwehr Frankenau. Vorne rechts der neue Vorsitzende Martin Bock, dritter von links Bürgermeister Steiner.
Vorstand, Geehrte und Beförderte der Feuerwehr Frankenau. Vorne rechts der neue Vorsitzende Martin Bock, Dritter von links: Bürgermeister Steiner. © Susanna Battefeld

Martin Bock ist zum neuen Vorsitzenden der Feuerwehr Frankenau gewählt worden. Der 38-jährige gebürtige Bockendorfer tritt die Nachfolge von Manuel Steiner an. Steiner ist seit 1. Mai Bürgermeister der Stadt Frankenau und hatte seinen Posten bei der Feuerwehr nach achtjähriger Amtszeit zur Verfügung gestellt.

Frankenau - „Es ist nicht mehr machbar, jetzt weiter Erster Vorsitzender zu sein, deswegen jetzt der Schritt“, sagte der Rathauschef mit Blick auf mögliche Gewissenskonflikte, die sich durch die Doppelfunktion ergeben könnten.

Wehrführer André Hesselbein bedauerte den Rückzug, zeigte aber auch Verständnis und dankte Steiner für die gute Arbeit als Vorsitzender und wünschte ihm viel Erfolg im neuen Beruf.

„Ich weiß das zu schätzen“, kommentierte der neue Vorsitzende Martin Bock, der neben Eckhard Ruhwedel auch Jugendwart der Frankenauer Feuerwehr ist, seine Wahl an die Vereinsspitze.

Schulungen in der alten Schule

Neuigkeiten konnte der Frankenauer Bürgermeister zum Thema Schulungsräume für die Feuerwehr verkünden: Mit der Lebenshilfe sei vereinbart worden, dass die Feuerwehr das Untergeschoss in der Alten Schule beziehen könne, teilte Steiner mit. Wie berichtet, steht die Alte Post neben dem Rathaus der Feuerwehr nicht mehr zur Verfügung, weil das Gebäude dem geplanten Gesundheitszentrum weichen muss. „Wenn alles nach Plan verläuft, wird schon im September mit dem Abriss begonnen“, sagte Steiner. Die Räume bei der Lebenshilfe stünden leer. Ursprünglich sei dort mal ein Café geplant gewesen, dies sei aber nicht verwirklicht worden. „Ich hoffe, wir haben damit eine Lösung gefunden, mit der jeder leben kann“, sagte er. Dort habe die Feuerwehr einen festen Platz für die nächsten Jahre. Die Räume werden von der Stadt angemietet und seien ab sofort nutzbar. Der Bürgermeister dankte der Lebenshilfe, die der Stadt entgegengekommen sei. Den Umzug werde der Bauhof mit Rücksprache der Feuerwehr übernehmen.

Einer Anfrage aus der Versammlung nach einem möglichen Neubau eines Feuerwehrhauses erteilte Steiner vorerst eine Absage: „Der Haushalt lässt dieses Jahr keinen Spielraum und das wird die kommenden Jahre nicht besser werden.“

27 Einsätze in 2020/2021

Wehrführer André Hesselbein berichtete von 27 Einsätzen 2020/2021 der 24 Aktiven, zu denen zwei Frauen gehören. Sie gliederten sich in 12 Hilfeleistungen und 15 Brände. Brandschutzerziehung sei wegen Corona nicht möglich gewesen. Insgesamt habe die Wehr rund 250 Einsatzstunden absolviert.

Einer der größten Einsätze sei der Brand eines landwirtschaftlichen Gebäudes am Ortsausgang von Frankenau gewesen. „Wir haben unser bestes gegeben“, betonte Hesselbein. Jugendwart Martin Bock gab den Bericht für die Jugendfeuerwehr Frankenau ab, die Ende 2021 elf Mitglieder hatte. 2020 sei einer in die Einsatzabteilung übernommen worden. Coronabedingt sei nur wenig Jugendarbeit möglich gewesen. Von den 35 Gruppenstunden 2020/2021 seien 24 in feuerwehrtechnischer Ausbildung und elf in allgemeiner Jugendarbeit erfolgt. „Übungsdienst findet immer montags ab 18 Uhr statt“, sagte er. Interessierte Jugendliche seien jederzeit willkommen.

Von Susanna Battefeld

Die Alte Post in Frankenau, in der bislang die Schulungsräume der Feuerwehr untergebracht waren, wird voraussichtlich bereits im September abgerissen, um Platz für das geplante Gesundheitszentrum zu schaffen. Die Feuerwehr zieht deshalb ins Untergeschoss der Alten Schule bei der Lebenshilfe ein.
Die Alte Post in Frankenau, in der bislang die Schulungsräume der Feuerwehr untergebracht waren, wird voraussichtlich bereits im September abgerissen, um Platz für das geplante Gesundheitszentrum zu schaffen. Die Feuerwehr zieht deshalb ins Untergeschoss der Alten Schule bei der Lebenshilfe ein. © Susanna Battefeld

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