Geburt Christi in moderner Version: Krippenspiel selbst geschrieben

Probe für das Krippenspiel in Frankenau mit den Konfirmanden (von links) Chantal Ernst, Jonas Krämer, Sharon Maevus, Kira-Lynn Kopitzke, Julian Heck. Fotos: Daum

Frankenau. Der Frankenauer Student Marco Schelberg hat das Krippenspiel für Heiligabend selbst geschrieben - in einer modernen Version.

Es ist fast genau ein Jahr her, dass Marco Schelberg die Idee für das diesjährige Krippenspiel hatte. „Die letzte Aufführung war gerade zu Ende, da wusste ich schon, worum es beim nächsten Mal gehen wird“, sagt der 28-Jährige, der Schriftführer im Kirchenvorstand in Frankenau ist und schon seit einigen Jahren mit Konfirmanden die Weihnachtsgeschichte in der dortigen Kirche aufführt.

Doch damit nicht genug: Marco Schelberg schreibt die Weihnachtsgeschichte mittlerweile selbst. Natürlich bedient er sich dabei der biblischen Überlieferung. Doch der Student baut auch eigene, selbst kreierte Passagen ein und lässt das Krippenspiel in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Für die Aufführung an Heiligabend ab 17 Uhr in der Frankenauer Kirche hat er sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Das Krippenspiel trägt den Namen „Die Tribute von Rom“ und ist angelehnt an den fiktionalen Zukunftsfilm „Die Tribute von Panem“.

Schelberg lässt das Krippenspiel dabei von einer in die Jahre gekommenen Maria während eines Interviews nacherzählen. Gleichzeitig wird die Weihnachtsgeschichte parallel aber auch aufgeführt - die Erzählungen und Erinnerungen Marias an die Geburt Jesus Christus werden also direkt als Szene dargeboten.

Marco Schelberg vom Kirchenvorstand ist Regisseur und Autor des Krippenspiels in Frankenau.

Der 28-Jährige weiß, dass seine Darstellung der Weihnachtsgeschichte außergewöhnlich und für den einen oder anderen Kirchgänger gewöhnungsbedürftig ist. Dennoch lässt er sich davon nicht beirren und ist froh, dass Pfarrerin Henriette Quapp-Wahl hinter ihm steht. „Sie segnet das Stück immer ab. Das war auch dieses Mal der Fall. Ich möchte die Weihnachtsgeschichte einfach gerne mit modernen Elementen anreichern“, sagt Schelberg, der darauf hinweist, dass seine Konfirmanden diese Art der Krippenspiel-Aufführung „immer sehr spannend finden“.

Marco Schelberg schrieb das Skript für die Weihnachtsgeschichte innerhalb von drei Stunden. „Wenn ich die Geschichte im Kopf habe und loslege, reihen sich die Sätze und Passagen ganz schnell aneinander“, sagt das Kirchenvorstands-Mitglied.

Besonders wichtig ist Schelberg in diesem Jahr, dass die Kirchgänger in die Aufführung mit eingebunden werden. Wie er das genau machen will, verrät der Student allerdings noch nicht.

Von Philipp Daum 

Wie die Proben verliefen, das lesen Sie in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.