Gottesdienste online gestellt

Jörn Schimmelmann bekommt Frankenauer Ring für „glorreiche Idee“

Auszeichnung: (von links) Bürgermeister Björn Brede übergab Jörn Schimmelmann den Frankenauer Ring; hier mit Schimmelmanns Lebensgefährtin Dorothea Stock und Stadtverordnetenvorsteher Horst-Werner Bremmer.
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Auszeichnung: (von links) Bürgermeister Björn Brede übergab Jörn Schimmelmann den Frankenauer Ring; hier mit Schimmelmanns Lebensgefährtin Dorothea Stock und Stadtverordnetenvorsteher Horst-Werner Bremmer.

Der Frankenauer Jörn Schimmelmann, der Gottesdienste online stellt, ist der diesjährige Preisträger des Frankenauer Rings. Die Stadt würdigt damit seinen Einsatz für andere Menschen in der Pandemie.

Frankenau – Ältestenrat und Magistrat haben sich entschieden: Der Frankenauer Ring geht in diesem Jahr an Jörn Schimmelmann. Der 59-Jährige, der erst seit drei Jahren in Frankenau lebt, hat federführend ermöglicht, dass Gottesdienste und andere kirchliche Angebote währende der Corona-Pandemie digital zu den Menschen gebracht werden. Für dieses Engagement erhielt der Liedermacher und Freie Redner jetzt die höchste Auszeichnung, die die Stadt Frankenau zu vergeben hat.

„Wir danken einem Mann, der für die Menschen in der Pandemie viel geleistet hat“, sagte Bürgermeister Björn Brede bei der Übergabe in der Stadtverordnetenversammlung. Schimmelmann habe Menschen ermöglicht, trotz Kontaktbeschränkungen Gottesdienste zuhause zu verfolgen. Dies sei besonders wichtig, da viele gerade in der Kirche Trost und Hilfe suchen und selbst das wegen Corona nicht möglich war.

Der Preisträger habe viele Jahre als Küster gearbeitet und deshalb einen Bezug zur Kirche, sagte Brede. Außerdem habe er auch technischen Verstand und dann die „glorreiche Idee“ gehabt, Gottesdienste online zu machen. „Danke, für den tollen Einfall“, lobte der Bürgermeister.

„Ich bin seit meiner frühen Jugend der Kirche verbunden“, sagte Jörn Schimmelmann, der aus Bad Wildungen stammt. Er habe unter anderem auch Auftritte in Kirchen gehabt. Als dann im vergangenen Jahr von „heute auf morgen“ wegen der Pandemie „alles zu Ende“ gewesen sei, habe er die Idee gehabt, alles online anzubieten. In der Folgezeit habe er dann mit dem Frankenauer Pfarrer-Ehepaar Wahl einen Gottesdienst in der Frankenauer Kirche aufgezeichnet.

„Wir hatten gleich zu Anfang 600 Zuschaltungen – da war ich schon ein bisschen stolz“, so Schimmelmann. Auch ältere Menschen, die schon lange keinen Gottesdienst mehr hätten besuchen können, hätten zusammen mit ihren Enkelkindern das digitale Angebot genutzt. Das Schönste für ihn sei, die Dankbarkeit der Menschen zu spüren.

Dass er als Preisträger des Frankenauer Rings ausgewählt wurde, habe ihn völlig überrascht: „Ich bin fast vom Stuhl gefallen“, verriet er. Gefreut habe er sich auch über die herzliche Aufnahme durch die Frankenauer. „Ich fühle mich inzwischen als Frankenauer.“

Schimmelmann hatte erst kürzlich den Festgottesdienst zum 15-jährigen Bestehen der Quernst-Kapelle aufgenommen und auf ev-ki-online.de online gestellt.

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