Kinder beobachten in Frankenau, wie die flauschigen Tiere das Licht der Welt erblicken

Wenn aus Eiern Küken werden: Besuch bei einem Geflügelzüchter

„Die tut dir nichts“: Züchter Carsten Lüdde zeigt Paul beim Schaubrüten in Frankenau eine Zwergente. Foto: Schröder

Frankenau. Die Kinder des Evangelischen Kindergartens Frankenau hüpfen schon ganz aufgeregt auf und ab.

Beim Schaubrüten des Vereins für Rassegeflügelzucht, Tier- und Naturschutz in Frankenau (RGZV) können sie hautnah dabei sein, wenn Küken aus ihren Eiern schlüpfen. Einige Eier im Brutkasten haben bereits Risse oder kleine Löcher; kleine Schnäbel oder Krallen sind ein wenig zu sehen. Schritt für Schritt kämpfen sich die Küken durch die Eierschale.

21 Tage Brutzeit 

„Das kann auch schonmal einige Stunden dauern“, erklärt Geflügelzüchter Dirk Jäger. Entsprechend erschöpft sind die Küken. Einige liegen im Brutkasten. Sie sind noch feucht. Einige, die vor wenigen Stunden das Licht der Welt erblickt haben, laufen bereits munter im Brutkasten herum und picken Nahrung auf.

Insgesamt beträgt die Brutzeit rund 21 Tage. Sobald die Küken nach dem Schlüpfen trocken sind, kommen sie unter die Wärmelampe. Dort bleiben sie sechs bis acht Wochen, bis ihr Federkleid ausreichend gewachsen ist. Erst dann dürfen sie ins Freie, wenn es auch warm genug ist. „Im Herbst werden die Tiere dann auf verschiedenen Schauen vorgestellt“, sagt Jäger.

Die Kinder dürfen die kleinen Küken, die rund 24 Stunden alt sind, streicheln und halten. Noch sind sie zögerlich. „Die picken nur ein klein wenig“, muntert Züchter Carsten Lüdde die Kinder auf. Nach anfänglicher Scheu trauen sich die Kinder doch. Behutsam halten sie die Küken in ihren Händen, betrachten sie lange und streicheln sie vorsichtig.

Viele kommen zweimal 

„Für die Kinder ist das Schaubrüten immer etwas Besonderes“, sagt Jäger und lacht. „Rund 13 Gruppen aus Kindergärten und Schulen kommen in diesen Tagen vormittags. Viele kommen nachmittags noch einmal mit ihren Großeltern.“ Bis zum morgigen Donnerstag geht das noch. Neben dem Brutkasten sind die Gehege mit den älteren Küken unter der Wärmelampe zu sehen. Außerdem warten ausgewachsene Tiere wie etwa Zwergenten, die ebenfalls gestreichelt werden dürfen. Eine kleine Ausstellung mit Eiern klärt über die verschiedenen Rassen auf.

Mit dem jährlichen Schaubrüten wollen die Geflügelzüchter auf ihr Hobby aufmerksam machen und Kindern und Erwachsenen die Natur nahe bringen.

Natürlich sei es auch schön, wenn der Verein dadurch mehr Mitglieder gewinnen könnte, sagt Jäger. Derzeit zählt der Verein rund 190 Mitglieder.

Schaubrüten und weitere Infos 

Das Schaubrüten des Vereins für Rassegeflügelzucht, Tier- und Naturschutz in Frankenau ist noch bis Donnerstag, 16. März, geöffnet. Vormittags ist die Schau für angemeldete Gruppen ab 9 Uhr geöffnet, nachmittags ab 14 Uhr für alle anderen Besuchern. Für weitere Informationen stehen die Mitglieder zur Verfügung. Der Weg zum Vereinsheim ist ausgeschildert. www.gefluegel-frankenau.de.

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