Neue Kellerwald-Uhr: Nach langer Planung Richtfest

Infozentrum am Südeingang des Nationalparks Kellerwald-Edersee: Beim Richtfest der neuen Kellerwald-Uhr oberhalb des Frankenauer Feriendorfs dankten den Handwerkern (vorn von links) Nationalparkleiter Manfred Bauer, Architekt Oliver Steyer und Frankenaus Bürgermeister Björn Brede sowie Martin Küthe vom Hessischen Umweltministerium (2. Reihe, 2. von rechts). Im Hintergrund Vertreter der beteiligten Firmen, des Nationalparkamtes, der Stadt und geladene Gäste. Foto: Biedenbach

Frankenau. Das Nationalparkamt Kellerwald-Edersee hat Richtfest für das neue Info-Zentrum Kellerwald-Uhr bei Frankenau gefeiert.

Anfang November begann der eigentliche Gebäudebau, am gestrigen Mittwoch wurde Richtfest gefeiert. Ein kurzer Zeitraum im Vergleich zur langen Vorgeschichte bis zum Start der Bauarbeiten für das neue Informationszentrum Kellerwald-Uhr bei Frankenau. Entsprechend groß war die Freude der Beteiligten.

Vom im Vorfeld nötigen Bohren dicker Bretter sprach denn auch Manfred Bauer, Leiter des Nationalparkamtes. Die Kellerwald-Uhr biete als südliches Tor zum Nationalpark „einen hervorragenden Einstieg für spannende Entdeckungstouren wie etwa zur Quernst-Kapelle und zum Unesco-Weltnaturerbe im Ruhlauber.“

Martin Küthe vom Hessischen Umweltministerium, mit dem das Nationalparkamt das Projekt konzipierte, gab sich zuversichtlich, dass das neue Infozentrum noch mehr Besucher anlocken werde. In der Kellerwald-Uhr waren es 6000 bis 8000 jährlich.

Das sieht auch Frankenaus Bürgermeister Björn Brede so. Er halte den Standort am Nationalpark für den richtigen und erinnerte daran, dass viele Frankenauer das Info-Zentrum lieber an der Kellerwaldhalle gesehen hätten. „Dort hätte das Nationalparkamt niemals gebaut“, sagte Brede.

Architekt Oliver Steyer lobte die gute Arbeit der beteiligten Firmen, die alle aus der Region kommen, wie Nationalparkleiter Bauer betonte. Das Gebäude wurde in Holzrahmenbauweise erstellt. Demnächst sollen die Fensterelemente eingebaut werden. Der Innenausbau kann den Winter über laufen. Die Außenanlage mit Zuwegung zum Parkplatz Euler folgt ab Frühjahr. Dann wird auch das Grasdach fertiggestellt. Das Gesamtprojekt kostet 1,3 Millionen Euro.

An der Konzeption der Ausstellung im Innern wird noch gefeilt. Sie werde aktualisiert und berücksichtige die Entwicklung der Wildnis, sagte Küthe vom Ministerium. Eröffnung soll 2017 sein. Einen Termin gebe es noch nicht.

Den Richtspruch sprach Christoph Viehmeier von Wilhelmi Musterhaus (Löhlbach). Sein Glas zerschellte nach dem Wurf. Das verspreche Glück, wie er sagte.

Einen Bericht über die lange Planungsphase seit 2011 lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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