HNA-Interview

Frankenau und Burgwaldkaserne füllen Patenschaft mit Leben

Eine der ersten gemeinsamen Aktionen: Im November 2014 sammelten Soldaten der Burgwaldkaserne mit Bürgern aus Frankenau Geld für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Auf dem Bild zu sehen sind (von links): Hauptmann Christian Thalheim, Yonas Hailu und Stadtrat Norbert Geisler. Archivfoto: Brauner

Frankenau. Die Patenschaft zwischen der Stadt Frankenau und der fünften Kompanie der Burgwaldkaserne in Frankenberg ist seit Anfang dieses Jahres offiziell besiegelt.

Die HNA wollte nun wissen, was sich hinter der Kooperation verbirgt und welche Ziele sie konkret verfolgt.

Sie fragte bei Frankenaus Bürgermeister Björn Brede und beim Kommandeur der Burgwaldkaserne, Holger Schmör, nach.

Welche Ziele verfolgt die Stadt Frankenau mit der Patenschaft? 

Holger Schmör

Björn Brede: Frankenau will den Soldaten zeigen, dass wir uns für sie interessieren und dass sie ein Teil der Gesellschaft sind. Wir wollen ihnen deutlich machen, dass wir ganz genau wissen, dass sie sich für den Erhalt von Recht und Freiheit einsetzen. Die Stadt Frankenau und ihre Bürger wollen den Soldaten verdeutlichen, dass sie durch die Patenschaft einen Ort haben, wo sie sich sicher sein können. Sie werden in Vereinen und bei Veranstaltungen gerne gesehen. Sicherlich können wir keinen Ersatz für die gut angenommene Familienbetreuung der Bundeswehr leisten, aber wir planen viele Angebote zur Teilnahme am öffentlichen Leben in Frankenau. Natürlich muss das alles erst einmal wachsen.

Warum ist die Kooperation wichtig für die Bundeswehr? 

Holger Schmör: Aus Sicht der Bundeswehr dient die Patenschaft mit Frankenau dazu, das Verständnis der Bürger für die Bundeswehr als Instrument einer wehrhaften Demokratie zu fördern. Hierzu ist das gegenseitige Kennen und Verstehen von hoher Relevanz. Darüber hinaus soll die Bundeswehr in ihre lokale Umgebung integriert und ein Verständnis der Bürger für die Belastungen des Truppenalltags geschaffen werden. Nach Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht kommt einer Patenschaft besondere Bedeutung zu, um auch nach außen deutlich sichtbar klarzustellen, dass die Soldaten der Bundeswehr ihren Dienst für die Bürger unseres Vaterlands verrichten.

Welche konkreten Veranstaltungen sind in Zukunft geplant, um die Patenschaft weiter mit Leben zu füllen? 

Björn Brede

Brede: Wir haben der Kompanie einen Veranstaltungskalender der Stadt zugeschickt. Wir werden zudem auf die Soldaten zugehen und Gelegenheit bieten, sich näher kennenzulernen - beispielsweise durch Besuche beim gemeinsamen Frühstück. Erste Kontaktangebote haben die Inhaber der Squash- und Tennishalle in Frankenau mit einem Spezialangebot zur Patenschaft aufgelegt, was auch schon genutzt wird. Ich erwarte weitere Aktivitäten, die aber auch aus der Bevölkerung und den Vereinen kommen sollten. Unterstützung bei dem Vereinsjubiläum der Feuerwehr Dainrode wurde direkt am Abend des Neujahrskonzerts besprochen.

Schmör: Es wird auch eine Veranstaltung zum offiziellen Hissen der Patenschaftsflagge der Stadt Frankenau vor der fünften Kompanie im Standort Frankenberg mit Vertretern der Stadt Frankenau geben. Darüber hinaus ist die Beteiligung von Vertretern der Kompanie im Zuge anstehender Großveranstaltungen der Stadt Frankenau, wie der Ziegenbockkirmes, geplant.

Von Philipp Daum

Welche Veranstaltungen neben dem Hissen der Patenschaftsflagge noch in Frankenberg geplant sind, an denen sich Frankenauer beteiligen sollen, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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