„Runder Tisch“ in Frankenau begrüßte Asylbewerber mit Kaffeetafel

Begrüßung: Ehrenamtliche Mitglieder des „Runden Tischs Flüchtlingshilfe“ haben erneut eine Kaffeetafel für die Asylbewerber organisiert, um Flüchtlingen aus Syrien, aus dem Irak, Afghanistan und Pakistan zu zeigen, dass sie in Frankenau willkommen sind. Foto: Pauly

Frankenau. Während andernorts in Deutschland fremdenfeindliche Angriffe auf Asylbewerber für Entsetzen und Empörung sorgen, zeigen sich die Frankenauer freundlich, offen und hilfsbereit gegenüber den Flüchtlingen.

Mit einer Kaffeetafel haben Ehrenamtliche die aktuell in der Stadt lebenden Asylbewerber willkommen geheißen und ihnen die Hand gereicht - als Zeichen der Hilfsbereitschaft, des Verständnisses und des Mitgefühls.

Der „Runde Tisch“ für Flüchtlingshilfe, der sich Ende Januar in Frankenau gegründet hat, setzt seine Arbeit fort und unterstützt die derzeit 20 Asylbewerber, die in verschiedenen privaten Unterkünften in Frankenau eine Zuflucht gefunden haben. Mit einer großen Kaffeetafel im Martin-Luther-Haus hießen die Frankenauer die Neubürger willkommen.

Gabi Schütz vom Runden Tisch übernahm die Begrüßung und machte das große Bedauern und Mitgefühl für die Situation der Flüchtlinge deutlich: „Sie haben viel Schreckliches ertragen müssen - es tut uns sehr leid“, sagte sie und ergänzte: „Wir freuen uns, dass Sie hier sind.“

„Für Ihre Sorgen und Nöte möchten wir offene Ohren haben und mögliche Steine auf Ihrem Weg in der Fremde wegräumen“, sagte Schütz. „Ruhe, Zufriedenheit und ein wenig Glück in ihrer Heimat wünschen wir Ihnen von Herzen.“

Zum Kaffee und Tee gab es Kuchen und Spezialitäten aus den Herkunftsländern der Asylbewerber - Syrien, Irak, Afghanistan und Pakistan.

Als Ansprechpartner waren auch Bürgermeister Björn Brede, Herbert Wolf von der Stadtverwaltung und Martina Böttner-Gassmann von der Asylstelle des Landkreises ins Martin-Luther-Haus gekommen.

Ein besonderer Dank galt Torsten Beil und dem TSV Frankenau, die sich ebenfalls stark für die Integration der Flüchtlinge einsetzen. Bei der Kommunikation halfen die drei Dolmetscher Sharif, Hassan und Murat, die die Ansprachen übersetzten und die Unterhaltung zwischen Gastgebern und Gästen förderten.

Im Zusammenhang mit dem Willkommens-Kaffeetrinken berichteten die freiwilligen Helfer auch, was den Flüchtlingen in den Privatunterkünften derzeit noch besonders fehlt: Wäscheständer und Fahrräder.

Info: Wer im „Runden Tisch“ mithelfen möchte oder Ausrüstung zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich bei Gabi Schütz, Telefon 06455/8374 zu melden. 

Von Andrea Pauly

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