Neuer Brunnen soll kommen

Stadt Frankenau bringt Haushaltsentwurf für 2015 ein

Frankenau. 350.000 Euro sind für einen neuen Brunnen in Frankenau im Haushaltsplan 2015 eingestellt. Wenn es nach Bürgermeister Björn Brede geht, soll der Neubau auch gefördert werden: "Wenn Frankenberg für Wasserspiele Fördergelder erhält, sollte für die viel wichtigere Aufgabe, die Sicherstellung der Grundversorgung mit Trinkwasser, auch Fördergeld fließen", sagte er am Donnerstag im Parlament.

Brede hatte zuvor den Haushalt eingebracht. Der Überschuss fällt zwar gering aus, dennoch hält die Stadt Frankenau die strengen Schutzschirm-Auflagen ein. Zur Erinnerung: Die Stadt befindet sich seit 2013 unter dem kommunalen Rettungsschirm des Landes Hessen, hat dadurch einen engen finanziellen Spielraum und muss dreimal in Folge einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorweisen. „Ich hoffe daher, dass das nun der letzte Rettungsschirm-Haushalt ist“, sagte Frankenaus Bürgermeister Björn Brede am Donnerstagabend im Parlament bei der Einbringung des Haushaltsentwurfs für 2015. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Ausgaben zurückgefahren, die Gebührenhaushalte ausgeglichen, die Hebesätze moderat angeglichen und die Feuerwehren zusammengelegt“, sagte er.

Brede betonte, dass im Jahr 2015 keine neuen Erhöhungen für die Bürger erforderlich seien. „Wir haben die Stadt finanziell auf solide Beine gestellt und die Infrastruktur fast vollständig erhalten. Mein Dank gilt den Mitarbeitern der Verwaltung, den Ortsbeiräten sowie den Vereinen und den Feuerwehren. Es gibt zudem noch viel mehr Menschen in Frankenau, die das Leben hier vor Ort gestalten, und das ganz ohne Steuergelder.“

Unterm Strich steht im Ergebnishaushalt 2015 ein geplanter Überschuss von 3500 Euro. Investiert werden sollen über den Finanzhaushalt 1,033 Millionen Euro (siehe Investitionsschwerpunkte in der Grafik). Die Stadt rechnet damit, dass die Zuschüsse zu den Investitionen 491.500 Euro betragen. Beispiele für Zuschüsse sind 70.000 Euro aus dem Stadtumbauprogramm für das Seniorenprojekt der Lebenshilfe (Gesamtkosten: 100.000 Euro), 21.000 Euro für die Verschönerung des Marktplatzes Frankenau (30.000 Euro) oder 9000 Euro für die Einführung des Digitalfunks (40.000 Euro).

„Wenn Frankenberg für Wasserspiele Fördergelder erhält, sollte für die viel wichtigere Aufgabe, die Sicherstellung der Grundversorgung mit Trinkwasser, auch Fördergeld fließen.“

Trotz dieser Zuschüsse muss Frankenau 541.540 Euro an neuen Krediten aufnehmen. „Das erscheint hoch, jedoch hoffen wir auf Förderungen beim 350.000 Euro teuren Brunnenbau für die Sicherung der Trinkwasserversorgung“, so Brede. Das Regierungspräsidium sei bereits angeschrieben worden. „Wenn Frankenberg für Wasserspiele Fördergelder erhält, sollte für die viel wichtigere Aufgabe, die Sicherstellung der Grundversorgung mit Trinkwasser, auch Fördergeld fließen“, so Brede.

Von Philipp Daum 

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