Stadtumbau Frankenau: 1,57 Millionen Euro Fördergeld geflossen

Mit rund 800.000 Euro gefördert: Die Erweiterung der Kindertagesstätte in Frankenau konnte unter anderem mit viel Geld aus dem Stadtumbauprogramm realisiert werden. Foto: Schelberg

Frankenau. Bis Ende des vergangenen Jahres konnten noch Anträge gestellt werden, jetzt ist das Stadtumbauprogramm in Frankenau vorerst ausgelaufen.

Frankenaus Bürgermeister Björn Brede (SPD) hofft nun darauf, dass es in den kommenden Jahren ein ähnliches Förderprogramm des Landes Hessen geben wird, in dem sich die Kellerwaldstadt wieder um Fördergeld bemühen kann.

„Das Stadtumbauprogramm war für Frankenau goldwert. Gerade für uns als eine kleine Stadt im ländlichen Raum, die auch noch unter dem Schutzschirm des Landes Hessen steht, sind solche Förderprogramme immens wichtig“, zieht der Rathaus-Chef Bilanz.

Das Stadtumbauprogramm lief von 2005 bis 2014. Projekte, die im vergangenen Jahr noch bewilligt worden sind, werden in den nächsten ein bis zwei Jahren auch noch umgesetzt. Dazu gehören unter anderem die Umgestaltung des Frankenauer Marktplatzes und die Gestaltung des Außenbereiches der Kellerwaldhalle.

Björn Brede

Brede hofft auch darauf, dass auf dem Areal des Hauses in der Lindenstraße 14 (Pflügersches Haus), das bekanntlich abgerissen wird, ein anderes Projekt mit Mitteln aus dem Stadtumbauprogramm umgesetzt wird. Zumindest seien Fördermittel dafür beantragt worden. „Der Abriss wird nicht gefördert, aber vielleicht ein mögliches anderes Vorhaben auf dem Grundstück“, sagt der Bürgermeister. In der Vergangenheit sei dort einmal ein kleines Hotel geplant gewesen. Außerdem sind im vergangenen Jahr laut Brede noch Fördermittel aus dem Stadtumbauprogramm für ein mögliches Projekt an der Ecke Hildebrandweg/Frebershäuser Straße beantragt worden. Dort wollte das DRK ein Seniorenheim bauen, ist aber nicht zum Zug gekommen. „Jetzt schauen wir einfach, ob es andere Möglichkeiten gibt, dort etwas entstehen zu lassen und ob dafür noch beantragte Gelder aus dem Stadtumbauprogramm abgerufen werden können.“

Im Zuge des Stadtumbauprogramms sind in den zurückliegenden Jahren insgesamt 1,57 Millionen Euro an Fördermitteln nach Frankenau geflossen. Verschiedene öffentliche und private Projekte wurden mit dem Geld umgesetzt - die Gesmatkosten beliefen sich auf 2,2 Millionen Euro. Die Stadt hat demzufolge einen Eigenanteil von 630.000 Euro erbringen müssen. „Das Leuchtturmprojekt war die Erweiterung des Kindergartens in der Kernstadt, die mit rund 800.000 Euro gefördert wurde“, sagt Brede. „Ohne dieses Fördergeld und andere Mittel von Kreis und Land hätte das nie umgesetzt werden können.“

Von Philipp Daum 

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