1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck
  4. Frankenau

Folgenschwerer Unfall: Fünf Menschen verletzt – massiver Schaden

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Martina Biedenbach

Kommentare

Unfall auf B 253 bei Dainrode: Ein VW Touareg mit Anhänger, auf dem Brennholz lagert, prallte auf ein VW-Elektroauto. Weil dessen Batterie stark beschädigt wurde, war ein aufwendiges Bergungsverfahren nötig.
Unfall auf B 253 bei Frankenau: Ein VW Touareg mit Anhänger, auf dem Brennholz lagert, prallte auf ein VW-Elektroauto. Weil dessen Batterie stark beschädigt wurde, war ein aufwendiges Bergungsverfahren nötig. © Martina Biedenbach

Die Folgen nach einem Unfall in Frankenau sind immens. Gleich fünf Menschen sind verletzt und der Schaden geht in die Zehntausende.

Frankenau – Bei einem Auffahrunfall auf der Bundesstraße 253 bei Frankenau sind am Freitagmittag (10. Juni) fünf Menschen verletzt worden. Den Schaden schätzt die Polizei auf 86.000 Euro. Wegen schwieriger Bergung eines beteiligten E-Autos war die Bundesstraße bis 15.20 Uhr gesperrt.

Der Unfall ereignete sich gegen 12.30 Uhr auf der Bundesstraße 253 von Dainrode in Richtung Löhlbach. Nach Informationen der Polizei wollte ein 19-Jähriger aus einem Frankenauer Stadtteil mit seinem Elektro-Auto VW ID.3 kurz nach Dainrode nach links in einen Feldweg nahe eines Aussiedlerhofes abbiegen. Das bemerkte der nachfolgende Fahrer zu spät und prallte frontal mit seinem WV Tuareg und einem mit Brennholz beladenen Transportanhänger in das Elektrofahrzeug und schob es noch zirka 15 Meter weiter.

Dabei wurden die vier Mitfahrenden im vorderen Auto, drei junge Männer und eine junge Frau aus dem Raum Frankenau, sowie die 26-jährige Beifahrerin des 29-jährigen Touareg-Fahrers, beide aus der Gemeinde Burgwald, verletzt. Sie wurden ärztlich versorgt. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um leichte Verletzungen.

Unfall bei Frankenau (Waldeck-Frankenberg): Autos nach Kollision ineinander verkeilt

Die beiden Autos waren eng ineinander verkeilt. Die Bergung gestaltete sich wegen der stark beschädigten Batterie des E-Autos schwierig. Es bestand die Gefahr, dass sich durch schadhafte Zellen Chemikalien mischen, miteinander reagieren und die Batterie in Brand gerät.  Diese lässt sich dann in der Regel nicht löschen. Insbesondere beim Abtransport hätte durch Erschütterungen eine solche Reaktion ausgelöst werden können.

Gefährliche Aktion bei Frankenau: Weil die beschädigte Batterie des E-Autos in Brand geraten könnte, wird das Auto  in einer speziellen Decke (LiBa-Rescue) verpackt.
Gefährliche Aktion bei Frankenau: Weil die beschädigte Batterie des E-Autos in Brand geraten könnte, wird das Auto in einer speziellen Decke (LiBa-Rescue) verpackt. © Martina Biedenbach

Die Abschleppunternehmen Schmidt (Frankenberg) und Ludwig (Schwalmstadt) wendeten daher das textile Bergungssystem LiBa-Rescue an: Sie verpackten das gesamte E-Mobil in das brandsichere Hightech-Verbundtextil und transportierten es zum Frankenberger Abschleppunternehmen. Dort muss es fünf Tage in der Verpackung bleiben, bevor die Batterie unter großer Vorsicht ausgebaut werden kann.

Unfall bei Frankenau (Waldeck-Frankenberg) sorgt für Verkehrsbehinderungen

Bei der Bergung der Unfallfahrzeuge kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Straße war  bis 15.20 Uhr halbseitig gesperrt, bei Rangierarbeiten zwischendurch auch immer wieder ganzseitig. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf 86.000 Euro. Allein der Neuwert des ein Jahre alten E-Autos beträgt 45.000 Euro.

Die Feuerwehren aus Frankenau, Dainrode und Allendorf/Hardtberg waren im Einsatz. Sie streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab, sicherten die Unfallstelle und zwei Atemschutzgeräte bereiteten sich auf einen Einsatz vor, falls die Autobatterie bei der Bergung in Brand geraten wäre. (Martina Biedenbach)

Erst kürzlich war bei einem Verkehrsunfall bei Frankenau (Waldeck-Frankenberg) ein Motorradfahrer ums Leben gekommen.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion