Unverhofftes Geld vom Land für Frankenauer Friedhof

Ortstermin: Stadtumbauarchitekt Hendrik Pape (Mitte) besprach mit Vertretern von Ortsbeirat und Magistrat die notwendigen Sanierungsmaßnahmen für die Friedhofshalle. Fotos: Battefeld

Frankenau. Eigentlich war der Friedhof nicht in das Frankenauer Stadtumbauprogramm aufgenommen worden - doch jetzt hat ein erneuter Vorstoß von Stadtumbauarchitekt Hendrik Pape in Wiesbaden doch noch zum Erfolg geführt.

Das Land Hessen hat zugesagt, die mit 134.600 Euro angesetzten Gesamtkosten für eine energetische Sanierung der Friedhofshalle und die Instandsetzung des Wegenetzes mit maximal 94.220 Euro zu bezuschussen. Eine Zusage aus Wiesbaden sei eingegangen, sagte Bürgermeister Björn Brede bei einem ersten, kurzfristig einberufenen Ortstermin mit Vertretern des Ortsbeirates und des Magistrats. Der positive Bescheid sei „eine Riesenüberraschung“ gewesen.

Da ohnehin 134.000 Euro an Zuschüssen für das ursprünglich mal angedachte Seniorenzentrum des DRK vorgesehen gewesen seien, habe man in Wiesbaden angefragt, ob diese „umgeschichtet“ werden könnten. Ansonsten wären die Mittel verfallen, sagte Brede. Der Eigenanteil für die Stadt betrage 40.380 Euro.

Stolperfallen: Die unebene Teerdecke soll durch Pflastersteine ersetzt werden.

Im Haushalt seien allerdings lediglich 30.000 Euro Eigenanteil für die Friedhofssanierung veranschlagt worden, so dass Mittel aus den weiteren Stadtumbaumaßnahmen Marktplatz (30.000 Euro) und Kellerwaldhalle (25.000 Euro) in Höhe von 10.380 Euro als Gegenfinanzierung gestrichen werden müssten. Der Vorschlag werde jetzt dem Ortsbeirat und dem Parlament vorgelegt, kündigte Brede an.

Ausgangspunkt sei der marode Zustand der Fensterfront in der Friedhofskapelle, erklärte Architekt Hendrik Pape, als er die geplanten Sanierungsmaßnahmen an den rund 40 Jahre alten Gebäude aufzeigte. So sollen unter anderem die Fenster völlig entfernt werden und durch eine Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Verbundsicherheitsglas ersetzt werden. Weiter soll ein Wärmedämmputz auf das gesamte Gebäude aufgebracht werden. Im Zuge der ebenfalls erforderlichen Dachdämmung solle die vorhandene Schiefereindeckung entfernt und durch eine langlebige Titan-Zink-Stehfalzdeckung ersetzt werden. Möglicherweise könne bei der Gelegenheit auch das Vordach am Eingang umgestaltet werden, kündigte Pape an. Beim Austausch der Fenster werde auch der Innenputz neu gemacht.

Bauamtsleiter Thomas Tönges und Pape rechnen damit, dass die notwendigen Arbeiten noch in diesem Jahr angeschlossen werden können. (bs)

Was noch konkret am Wegenetz auf dem Friedhof gemacht werden soll, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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