Mitglieder sind einstimmig dafür

Verein will Frankenauer Tennishalle kaufen

Die Tennishalle in Frankenau soll von einer GmbH an den Tennis-Club verkauft werden.
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Die Tennishalle in Frankenau soll von einer GmbH an den Tennis-Club verkauft werden.

Der Tennis-Club (TC) Frankenau hat in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung einstimmig für den Kauf der Tennishalle in Frankenau gestimmt. Aktueller Besitzer der Tennishalle ist die Tennishalle Frankenau GmbH, deren Mitglieder aus altersbedingten Gründen die Tennishalle veräußern möchten – und das bereits seit einigen Jahren.

Frankenau - Nach der vergangenen Wintersaison wollten die Gesellschafter der GmbH die Tennishalle schließen, da sich kein Käufer gefunden hatte, der sie weiter als Tennishalle betreiben wollte. „Dieser Schließung will der TC entgegenwirken, da sie fatale Folgen für den Tennissport in Waldeck-Frankenberg haben würde“, schreibt der Tennis-Club in einer Pressemitteilung. In vielen Gemeinden stünden zwar Außenplätze für die Sommersaison zur Verfügung, jedoch nicht genug Hallenplätze für die kalte Jahreszeit. Die Halle in Frankenau war wegen ihrer zentralen Lage in den vergangenen Jahren Austragungsort des Jugendtrainings vieler Vereine, des Kreiskadertrainings sowie der Kreismeisterschaften. „Ein Wegfall der Tennishalle würde ein organisatorisches Problem für die Kreisjugendförderung bedeuten“, erklärte Vorsitzender Uwe Eimer.

Finanzierungskonzept vorgestellt

In der außerordentlichen Mitgliederversammlung stellte Kassierer Jan Stachon das Finanzierungskonzept, die laufenden Ausgaben und voraussichtlichen Einnahmen vor. Laut Finanzierungskonzept reichen die Einnahmen für Tilgung und laufende Kosten wie Strom, Heizöl, Wasser und Versicherungen aus. Der TC könne außerdem auf Fördermittel des Landes und des Sportkreises hoffen. Zunächst müsse der Verein aber ein Darlehen von 60 000 Euro aufnehmen. Personalkosten würden nicht entstehen: „Wir machen das ehrenamtlich“, sagte der Kassierer. „Auch die Preise können und wollen wir nicht anheben.“

Sportkreisvorsitzender Uwe Steuber unterstrich in der Versammlung die besondere Bedeutung der Tennishalle und appellierte an die Mitglieder, für den Kauf zu stimmen. Der Sportkreis habe ein großes Interesse an dem Erhalt der Tennishalle, da bereits die Tennishallen in Bad Wildungen, Allendorf und Bad Arolsen geschlossen bzw. minimiert wurden. Im Landkreis gibt es nur noch die Tennishallen in Korbach und Frankenau. „Das Wichtigste ist, Kindern und Jugendlichen ein Sportangebot machen zu können, das das ganze Jahr über ausgeübt werden kann“, sagte Steuber und versicherte die Unterstützung des Sportkreises.

Förderanträge stellen

Nach kritischen Fragen und Bedenken der Mitglieder zur Umsetzbarkeit wurde der Kauf einstimmig beschlossen. Bevor der Kaufvertrag unterschrieben werden kann, müssen die Förderanträge bei Kreis, Land und Landessportbund eingereicht werden. Vorgesehen sei, dass die Organisation des Spielbetriebs zum 1. Oktober übergeben wird und der Kaufvertrag zum 1. November erfolgt. tennis-frankenau.de

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