Mann wollte ein Feuer im Ofen entzünden

Verpuffung in Ferienhaus: Vater und Sohn kommen mit Verbrennungen Klinik

Frankenau. Zweieinhalb Monate nach einer Verpuffung in Ederbringhausen ist es am Samstagabend zu einem ähnlichen Unfall in einem Gebäude im Feriendorf Frankenau gekommen.

Der Artikel wurde aktualisiert um 17.45 Uhr

Eine vierköpfige Familie aus den Niederlanden hatte über die Osterfeiertage ein Haus im Feriendorf Frankenau angemietet. Nach Auskunft der Frankenberger Polizei wollte der 39-jährige Familienvater um 20.15 Uhr den Kaminofen anzünden. Dazu schüttete er Bioethanol aus einer Flasche als Brandbeschleuniger auf das aufgeschichtete Scheitholz. Als er das Holz dann anstecken wollte, kam es zu der Verpuffung mit einer Stichflamme, bei der der Familienvater und auch sein neunjähriger Sohn im Gesicht verletzt wurden. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leistete ein anderer Feriengast Erste Hilfe und kühlte die Brandverletzungen unter der Dusche. Die Verletzten wurden nach Marburg in die Uniklinik eingeliefert.

Die Mutter sowie der elfjährige Sohn blieben unverletzt.

Der ebenfalls 39 Jahre alte Mann aus Duisburg, der im Januar in Ederbringhausen verletzt worden war, musste seinerzeit mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden.

Die Feuerwehr Frankenau war am Samstagabend mit dem Alarmstichwort „Kaminbrand“ zu dem betroffenen Ferienhaus gerufen worden. Es brannte allerdings nach der Verpuffung nicht, die Einsatzkräfte unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Ernst brauchten nicht zu löschen.

Die Überprüfung des Kaminofens und seines Umfelds mit einer Wärmebildkamera verlief negativ. Schaden entstand nicht.

www.112-magazin.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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