Vorentwurf wurde vorgestellt

Baubeginn für Ärztehaus in Frankenau eventuell im Frühjahr 2022

Erste Pläne: Frankenaus Bürgermeister Björn Brede (vorne links) und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese (rechts) stellen den Vorentwurf für das Gesundheitshaus vor, das im Bereich der Alten Post (hinten) entstehen soll. Hier mit den Fraktionsvorsitzenden des Frankenauer Parlaments sowie (von links) Ortsvorsteher Claude Pilger und Stadtverordnetenvorsteher Holger Heck.
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Erste Pläne: Frankenaus Bürgermeister Björn Brede (vorne links) und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese (rechts) stellen den Vorentwurf für das Gesundheitshaus vor, das im Bereich der alten Post (hinten) entstehen soll. Hier mit den Fraktionsvorsitzenden des Frankenauer Parlaments sowie (von links) Ortsvorsteher Claude Pilger und Stadtverordnetenvorsteher Holger Heck.

Das in Frankenau geplante Ärtzehaus soll neben dem Rathaus entstehen. Baubeginn könnte vielleicht im Frühjahr 2022 sein.

Frankenau – Das geplante Ärztehaus in Frankenau hat – zumindest auf dem Papier – jetzt erstmals Gestalt angenommen: Bei einem Ortstermin am Rathaus haben der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese und Frankenaus Bürgermeister Björn Brede einen Vorentwurf für das vom Landkreis unterstützte Projekt vorgestellt.

Standort soll, wie bereits berichtet, das Areal der „Alten Post“ neben dem Frankenauer Rathaus in der Ehligshäuser Straße werden.

Zeitplan

„Ziel ist es, im August oder September 2021 eine fertige Planung zu haben“, teilte Frese mit, der als nächsten Schritt das Vergabeverfahren für das mit 3,6 Millionen veranschlagte Objekt ankündigte. Möglicher Baubeginn sei für Frühjahr 2022 anvisiert, kündigte der Erste Kreisbeigeordnete an. Er rechne mit einer Bauzeit von einem bis anderthalb Jahre. Vorher müsse die Stadtverordnetenversammlung entsprechende Beschlüsse fassen.

Finanzierung

„Von den 3,6 Millionen Euro Gesamtkosten werden maximal 1,5 Millionen Euro mit einer Förderung von 90 Prozent (1,35 Millionen Euro) bezuschusst “, kündigte Frese an. Diese Sonderförderung soll über das Dorfentwicklungsprogramm abgewickelt werden und komme bei den normalen Fördergeldern noch „oben drauf“.

Voraussetzung sei allerdings, dass die Stadt Frankenau als Bauherr auftrete. Er schlage daher vor, dass die Stadt „den Hut aufsetze“, so Frese. Auch die Dienstleister, die in das Gesundheitszentrum einziehen, könnten Zuschüsse für ihre Ausstattung bekommen, teilte Frese mit. Als Beispiel nannte er unter anderem eine Förderung für einen Zahnarztbehandlungsstuhl, die bis zu 80 Prozent betragen könne.

Dienstleister

Es gebe bereits interessierte Dienstleister, die in das Ärztehaus einziehen wollten, kündigte Karl-Friedrich Frese an. Diese seien auch in die Vorplanungen miteinbezogen worden.

Frankenaus Bürgermeister Björn Brede nannte hierzu unter anderem die Frankenauer Hausärzte, die Physiotherapie Praxis Pape, die Apotheke, den Zahnarzt Wieland sowie das DRK. „Wir wollen mit den Interessenten Mieterklärungen vereinbaren, um eine gewisse Verbindlichkeit zu schaffen, sagte Frese.

Ärztliche Versorgung

Bürgermeister Brede betonte noch einmal die Notwendigkeit eines Gesundheitszentrums, um die ärztliche Versorgung zu sichern: „Wir müssen im ländlichen Raum Rahmenbedingungen für junge Ärzte schaffen“, betonte er und appellierte in die Runde: „Lassen Sie uns dieses Projekt auch weiterhin gemeinsam voranreiben.“

Im Gesundheitszentrum sei auch ein Mehrzweckraum eingeplant, sagte Brede. Dieser könne beispielsweise von der Kita als Sportraum oder für Yoga-Kurse und Ähnliches genutzt werden.

Von Susanna Battefeld

Brede: „Überlebensnotwendig für ländlichen Raum“

Wie bereits berichtet, soll außer in Frankenau auch in Battenberg ein Gesundheitszentrum entstehen. Zu diesem Zweck ist vor anderthalb Jahren vom Landkreis eine Gesundheitszentrum-Waldeck-Frankenberg-Gesellschaft gegründet worden. Hintergrund des gemeinsamen Projekts ist die Sicherstellung der ärztlichen und medizinischen Versorgung im Landkreis. „Das ist überlebensnotwendig für den ländlichen Raum“, betonte Frankenaus Bürgermeister Björn Brede. Es seien verschiedene Modelle denkbar, wer das Gesundheitszentrum in Frankenau betreiben könnte, sagte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese und ergänzte: „Da sind wir noch ganz offen. Sozialminister Kai Klose habe einen Besuch für 25. Februar nächsten Jahres in Aussicht gestellt, um sich die Pläne anzusehen, kündigte Frese außerdem an. „Ein solches Projekt gibt es bislang noch nicht so häufig.“

Ursprünglich sei auch die Stadt Frankenberg mit im Boot gewesen und habe ein Ärztehaus im Bahnhofsgebäude einrichten wollen, von diesen Plänen habe Frankenberg sich aber „verabschiedet“, sagte Karl-Friedrich Frese. In Battenberg solle ein entsprechender Planungsentwurf demnächst vorgestellt werden.

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