55 Prozent im ersten Wahlgang

Wahl in Frankenau: Manuel Steiner wird neuer Bürgermeister

Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Frankenau wurde in der Kellerwaldhalle präsentiert: (von links) Amtsinhaber Björn Brede und die Kandidaten Horst-Werner Bremmer (Freie Bürger), Philipp Gabriel (SPD), Manuel Steiner (parteilos) und Dietmar Wassermann (parteilos).
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Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Frankenau wurde in der Kellerwaldhalle präsentiert: (von links) Amtsinhaber Björn Brede und die Kandidaten Horst-Werner Bremmer (Freie Bürger), Philipp Gabriel (SPD), Manuel Steiner (parteilos) und Dietmar Wassermann (parteilos).

Manuel Steiner wird neuer Bürgermeister von Frankenau. Der parteilose Kandidat setzte sich bei der Wahl am Sonntag deutlich gegen drei Mitbewerber durch. Der Amtsinhaber war nicht mehr dabei.

Frankenau - Die Frankenauer hatten an diesem Super-Wahltag mit Bundestags- und Landratswahl eine echte Wahl: Vier Kandidaten konkurrierten um die Nachfolge von Björn Brede (SPD): Horst-Werner Bremmer (Freie Bürger), Philipp Gabriel (SPD) sowie die parteilosen Manuel Steiner und Dietmar Wassermann. Brede, seit 2010 im Amt, wird am 1. April 2022 Direktor beim Gebietsrechenzentrum ekom21 in Kassel.

Manuel Steiner kam nach den Zahlen, die die Stadt Frankenau veröffentlicht hat, auf 55,89 Prozent und erreichte damit die absolute Mehrheit. Eine Stichwahl in zwei Wochen ist also nicht nötig. Horst-Werner Bremmer (Freie Bürger) kam auf 24,55 %, Philipp Gabriel (SPD) auf 14,98 % und Dietmar Wassermann (parteilos) auf 4,58 %.  Die Wahlbeteiligung lag bei 80,55 %. Die Amtszeit des neuen Bürgermeisters beginnt am 1. April 2022. 

Das Gesamtergebnis

Horst-Werner Bremmer (Freie Bürger): 477 Stimmen (24,55 %)
Philipp Gabriel (SPD): 291 Stimmen (14,98 %)
Manuel Steiner (parteilos): 1086 Stimmen (55,89 %)
Dietmar Wassermann (parteilos): 89 Stimmen (4,58 %)

Wähler: 1951; Wahlbeteiligung: 80,55 %; ungültige Stimmen: 8

Insgesamt waren 2422 Menschen in Frankenau und den Stadtteilen wahlberechtigt. 1951 von ihnen sind am Sonntag zur Wahl gegangen oder haben Briefwahl gemacht. 1943 Stimmen waren gültig, acht ungültig. Auf Manuel Steiner entfielen 1086 Stimmen, auf Horst-Werner Bremmer 477, auf Philipp Gabriel 291 und auf Dietmar Wassermann 89.

Manuel Steiner und seine Lebensgefährtin Jasmin Sauer nach dem Wahlsieg.

Das sagen die Kandidaten zum Wahlausgang

Den Wahlausgang in Frankenau haben die vier Kandidaten auf HNA-Anfrage so kommentiert:

Horst-Werner Bremmer: „Der Bürger hat entschieden“, sagte der Altenlotheimer von den Freien Bürgern, der knapp 25 Prozent der Stimmen erzielt hat. Er habe wie vermutlich viele mit einer Stichwahl gerechnet und auch darauf gehofft, sagte der Altenlotheimer. Er habe Manuel Steiner bereits zugesichert, dass er mit besten Kräften mit ihm zusammenarbeiten wolle. Bremmer ist Stadtverordnetenvorsteher in Frankenau.

Philipp Gabriel: „Ein bisschen mehr habe ich mir schon erhofft“, räumte der SPD-Kandidat ein, der knapp 15 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte. Er nehme die erreichten Punkte mit nach Hause und bedanke sich bei den Wählern, sagte der 40-Jährige. „Ich weiß das zu schätzen.“ Er selbst nehme unheimlich viel aus dem Wahlkampf mit, betonte Gabriel. Er wünsche den Frankenauern, die ihm unheimlich offen begegnet seien, dass sie die Lust am Diskutieren nicht verlieren mögen.

Dietmar Wassermann: „Ich hätte mir ein besseres Ergebnis gewünscht und entschuldige mich bei meinen Unterstützern“, sagte der parteilos angetretene Anwalt. Wassermann ist mit knapp 5 Prozent auf dem letzten Platz der vier Bewerber gelandet. Er freue sich aber, dass sich mit Manuel Steiner als Sieger die Idee eines unabhängigen Kandidaten durchgesetzt hat. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg.“ Er wünsche der Stadt bei den zukünftigen Aufgaben ein gutes Händchen. „Ich akzeptiere das Ergebnis.“

Manuel Steiner: „Das ist erstmal überwältigend, ich kann das noch gar nicht in Worte fassen“, sagte der ebenfalls parteilos angetretene Manuel Steiner, der mit 55,89 Prozent zum neuen Frankenauer Bürgermeister gewählt wurde. Es sei ein „Wahnsinnsgefühl“ sagte der 40-Jährige. „Ohne Stichwahl – das ist schon unfassbar.“

Als das erste Ergebnis aus Louisendorf vorgelegen habe und er dort 76 Prozent erzielt hatte, habe er gedacht: „Die haben sich verzählt“, sagte Steiner. Er sei bis Samstagabend jeden Tag unterwegs gewesen. „Aber in so einem Moment, weiß man auch, warum man das gemacht hat“, sagte er.

Er sei „stolz“ und „überwältigt“ sagte auch Steiners Bruder Manfred, der ihn beim Wahlkampf unterstützt hat. Auch seine Mutter Renate Steiner war in die Kellerwaldhalle gekommen. „Er hat es wirklich verdient, er ist mit soviel Herzblut daran gegangen“, sagte sie. „Ich bin schon stolz.“

Die Ergebnisse der Wahlbezirke

  • Frankenau I + II
  • Bremmer: 37 (10,60 %)
  • Gabriel: 38 (10,89 %)
  • Steiner: 260 (74,50 %)
  • Wassermann: 14 (4,01 %)
  • Allendorf-Hardtberg
  • Bremmer: 29 (47,54 &)
  • Gabriel: 8 (13,11 %)
  • Steiner: 23 (37,70 %)
  • Wassermann: 1 (1,64 %)
  • Altenlotheim
  • Bremmer: 116 (52,97 %)
  • Gabriel: 22 (10,05 %)
  • Steiner: 75 (34,25 %)
  • Wassermann: 6 (2,74 %)
  • Dainrode
  • Bremmer: 19 (27,14 %)
  • Gabriel: 13 (18,57 %)
  • Steiner: 33 (47,14 %)
  • Wassermann: 5 (7,14 %)
  • Ellershausen
  • Bremmer: 47 (29,94 %)
  • Gabriel: 29 (18,47 %)
  • Steiner: 72 (45,86 %)
  • Wassermann: 9 (5,73 %)
  • Louisendorf
  • Bremmer: 4 (6,35 %)
  • Gabriel: 10 (15,87 %)
  • Steiner: 48 (76,19 %)
  • Wassermann: 1 (1,59 %)
  • Briefwahl Frankenau
  • Bremmer: 65 (12,31 %)
  • Gabriel: 90 (17,05 %)
  • Steiner: 337 (63,83 %)
  • Wassermann: 36 (6,82 %)
  • Briefwahl Stadtteile
  • Bremmer: 160 (32,26 %)
  • Gabriel: 81 (16,33 %)
  • Steiner: 238 (47,98 %)
  • Wassermann: 17 (3,43 %)

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