Warten auf die Kellerwald-Uhr: Es sind noch Fragen zu klären

Manfred Bauer

Frankenau. Dass für die Kellerwald-Uhr in Frankenau bislang noch kein Baurecht geschaffen werden konnte (HNA berichtete), hat laut Bürgermeister Björn Brede (SPD) und Nationalparkamts-Leiter Manfred Bauer mit der „hohe Komplexität bei der Abstimmung zwischen den verschiedenen Belangen in den Bereichen Tourismus, Naturschutz und Baurecht" zu tun.

„Deshalb dauern die notwendigen Vorarbeiten noch an“, sagen die beiden in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Brede und Bauer weisen darauf hin, dass insbesondere dem Naturschutz eine zentrale Rolle bei den Planungen zukomme. Mit Blick auf den künftigen Standort der Kellerwald-Uhr in der Nähe des Parkplatzes am Euler in Frankenau seien dort über eine gesamte, einjährige Vegetationsperiode die Tier- und Pflanzenwelt zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten zu beobachten. Auf Basis dieser Erkenntnisse könnten dann die notwendigen naturschutzrechtlichen Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen bestimmt und geregelt werden.

„Gerade die Auswahl und Planung der Artenschutz- und Ausgleichsmaßnahmen bedarf einiger Zeit, wobei diese nach Vorlage aller Gutachten abzuschließen sein dürfte“, sagen Brede und Bauer und fügen hinzu: „Insgesamt sind aber auch noch inhaltliche Fragen, gerade im Rahmen der naturschutzrechtlichen Belange abzuklären. Das wird noch einige Monate in Anspruch nehmen, da die verschiedenen Gutachten und Erhebungen abzuschließen und zusammenzuführen sind.“ Erst dann könnten die zuständigen Fachbehörden prüfen.

Brede und Bauer betonen, dass Obere und Untere Naturschutzbehörde, Obere und untere Baubehörde, die Regionalplanung sowie die Obere Forstbehörde schon Anfang September auf Grundlage der bis dato vorliegenden Planungen bestätigen konnten, dass keine grundsätzlichen Einwendungen oder Hindernisse für den Bau der Kellerwald-Uhr bestehen. „Es bedarf jedoch einer genauen Abarbeitung aller gesetzlichen Vorgaben“, sagen der Bürgermeister und der Nationalparkamts-Leiter.

Vertrag wird abgestimmt

Aktuell seien das Nationalparkamt und die Stadt Frankenau dabei, einen so genannten Durchführungsvertrag abzustimmen, der für den Bebauungsplan der Kellerwald-Uhr gesetzlich vorgeschrieben sei. Die Unterzeichnung werde im Januar 2015 erfolgen. Man gehe nach bisherigem Stand davon aus, dass nach Vorlage der vollständigen Gutachten die Planungen absehbar abgeschlossen werden und eine Offenlegung des Bauvorhabens erfolgen könne. (nh/dau)

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