Werbebriefe ohne Erfolg: Sängervereinigung fehlt Nachwuchs

Neue und wiedergewählte Vorstandsmitglieder: (von links) Manfred Meier, Rainer Lange, Erhardt Schmidt, Reinhard Seibel und Karl Battefeld. Fotos: Battefeld

Frankenau. Die Sängervereinigung Frankenau sieht die Zukunft ihres Chores gefährdet, weil der Nachwuchs fehlt. Eine Werbeaktion blieb ohne Resonanz.

An Auftritten und Terminen sei kein Mangel, sagte Werner Schelberg in der Jahreshauptversammlung der Sängervereinigung Frankenau. Der Vereinsvorsitzende macht sich aber trotzdem Sorgen um die Zukunft des Chorgesangs in der Ziegenbockstadt, da es an Nachwuchs mangelt und eine im vergangenen Jahr mit viel Enthusiasmus gestartete Werbeaktion nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

Auf die im März vergangenen Jahres flächendeckend an alle 655 Haushalte verteilten Werbebriefe sowie den nachfolgenden Info-Abend habe es keinerlei Reaktionen gegeben. „Die Resonanz war gleich null“, kritisierte Schelberg. Es sei weder eine positive noch eine negative Rückmeldung ergangen: „Einfach enttäuschend“.

Erst wenn es keine Liedbeiträge zu Veranstaltungen und Festen mehr gebe, werde auffallen, dass etwas Einmaliges in der Stadt fehle, mahnte er.

„Auf alle Vereine werden in Zukunft große Veränderungen zukommen“, so Schelberg. Wichtigste Aufgabe müsse es daher sein auszuloten, welche „strategischen“ Partnerschaften mit anderen Vereinen möglich seien. Als zwei „Options-Modelle“ nannte er einen Zusammenschluss auf Augenhöhe mit dem MGV Altenlotheim oder eine „kernstadtspezifische Lösung“, mit allen musikalischen Gruppen Frankenaus.

Alle Mitglieder - ob aktiv oder passiv - müssten sich einbringen, um den Verein aufrechtzuerhalten. Leitmotiv müsse sein: „Was kann ich für den Verein tun und nicht: Was kann der Verein für mich tun,“ betonte er.

Neben den mahnenden Worten hatte der Vorsitzende aber auch Positives zu berichten: Auf alle 30 Auftritte der Sänger habe es positive oder sogar „überwältigende“ Resonanz gegeben. Vor allem nach dem Auftritt in Immighausen, seien die Leute „restlos begeistert“ gewesen.

Schelberg richtete seinen Dank hierfür vor allem an Chorleiter Horst-Werner Bremmer, der immer „ein richtiges Händchen“ dafür habe, was ankomme, und an dessen Stellvertreterin Conny Scheerer. Bremmer, der nicht anwesend war, ließ durch Werner Schelberg ausrichten, die Sängervereinigung müsse in den nächsten Jahren das Prädikat Leistungschor verteidigen oder sogar noch etwas „höher kommen“. Jedenfalls müssten sich die Sänger immer entsprechend darstellen und beweisen, dass sie das Prädikat zu Recht besitzen. „Training ist alles“, zitierte Schelberg den Chorleiter und ergänzte: „Da kann ich ihm nur beipflichten“.

Keine Probleme gab es bei den Neuwahlen einiger Vorstandsposten: Zum neuen Zweiten Vorsitzenden wurde der bisherige Schriftführer Reinhard Seibel gewählt, der damit Nachfolger des zurückgetretenen Horst Schäfer ist. Auch alle übrigen Ämter konnten wieder besetzt werden. Von Susanna Battefeld

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