Wohngruppenhaus der Lebenshilfe in Frankenau offiziell eingeweiht

Überraschungsgeschenk: Die Theatergruppe Frankenau überreichte den Bewohnern Erika Holzapfel, Hannelore Theile, Siegfried Hallenberger und Uwe Wittmann neben der Holzbank auch einen Schirm und einen Grill zur offiziellen Einweihung des Hauses. Foto: Schelberg

Frankenau. Die vier Bewohner im Wohngruppenhaus der Lebenshilfe in Frankenau wohnen zwar schon eine Weile in dem neuen Gebäude, jetzt ist dies aber offiziell eingeweiht worden.

Ein Überraschungsgeschenk gab es außerdem. In lockerer Runde wurde das Haus mit den vier Bewohnern vorgestellt.

Bereits im Februar waren zwei Senioren in das Haus eingezogen. Die beiden anderen folgten. Drei von ihnen wohnten bereits lange Zeit im Frankenberger Wohnheim, bevor sie nach Frankenau umzogen. So Hannelore Theile, die erfreut von ihren bisherigen Erfahrungen im Haus erzählte. „Hier ist es viel ruhiger als in Frankenberg.“ Des Weiteren berichtete sie von den Neuerungen wie etwa der Besuch des neuen Arztes oder Einkaufen in Frankenau.

Unterstützt werden die Senioren von sieben Betreuern. Zwei davon kommen sogar aus Frankenau. Gudrun Henkel (Einrichtungsleiterin Wohnen) hob hervor, wie wichtig dies gewesen sei, dass die Senioren ortskundige Betreuer hätten, um sich so schneller einleben zu können. Dass dies bereits geschah, erzählte freudig Bürgermeister Björn Brede, der von vielen Begegnungen von Nachbarn und den Senioren berichtete.

Betreuerin Birgit Ruhwedel aus Frankenau stellte zusammen mit den Bewohnern den üblichen Tagesablauf vor. Nach dem Aufstehen wird gemeinsam im großen Gemeinschaftsraum gefrühstückt, ehe man zum Einkaufen oder ähnlichem aufbrechen würde. Am Nachmittag würden öfter auch Spiele gespielt.

Auch Ralf Varchmin (Betreuer und Teilhabemanager des Projekt „Mitleben“) unterstrich die Bedeutung des Projekts „Mitleben“, mit dem eben das - so fern möglich - selbstbestimmte Leben in kleinen Gruppen aufrecht gehalten werden solle. „Es gibt zwar eine 24-Stunden-Betreuung durch jeweils einen Betreuer, damit soll aber in erster Linie nur die Grundpflege gewährleistet sein“, so Varchmin.

Birgit Ruhwedel fügte hinzu, dass die Senioren weitgehend selbstständig Dinge erledigen wie morgendliches Waschen. „Wer Hilfe braucht, dem wird natürlich geholfen, dafür sind wir da.“ Karl-Heinz Holzapfel (Vorsitzender der Auftraggebergemeinschaft), dessen Schwester nun als vierte im Wohngruppenhaus lebt, zeigte sich erfreut über die schöne Atmosphäre im Haus Es sei eben kein Heim, wo Senioren vor sich hin leben, sondern im Haus werde aktiv gewohnt und gelebt.

Nach der Vorstellung des Lebens im Wohngruppenhaus gab es dann noch eine Überraschung: Die Theatergruppe des TSV Frankenau überreichte den vier Bewohnern eine Holzbank, einen Schirm und einen Grill. „Wir wollen damit unseren Dank gegenüber der Lebenshilfe aussprechen“, sagte Herbert Müller von der Theatergruppe. Diese probt immer im Frankenauer Hof und wollte sich nun für die Gastfreundschaft revanchieren.

Von Marco Schelberg

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