1500 Besucher kamen zum 30. Kunstmarkt in Frankenberg

Sucht als Maler die Herausforderung: Detlef Ochse hat sich das Zeichnen selbst beigebracht. Als Beschäftigung während des Marktes hat er sich das Bild einer alten Frau vorgenommen. „Die Schwierigkeit ist, die Falten . Fotos:  Skupio

Frankenberg. Zeichnungen, Kunstwerke aus Holz und Metall, Töpferwaren und vieles mehr. Am Wochenende fand der 30. Kunstmarkt in der Ederberglandhalle in Frankenberg statt.

„Es ist wichtig, sich zu präsentieren“, sagt Detlef Ochse. Der 52-Jährige, der laut eigener Aussage eine Karriere vom Schulbankkritzler zum Hobbymaler hingelegt hat, stellte am Wochenende zum ersten Mal seine Werke beim Kunstmarkt aus.

Gut 1500 Besucher zählte die Culturwerkstatt Frankenberg als Veranstalter an den beiden Markttagen. Auch die Aussteller freuten sich über den regen Andrang; mit der Kaufkraft der Besucher waren sie allerdings nicht zufrieden. „Man muss weg vom wirtschaftlichen Gedanken“, antwortet Ochse auf die Frage, wie viele Werke er schon während der beiden Markttage verkauft habe. Er nutze die Gelegenheit vielmehr, um Feedback für seine Arbeit zu erhalten und sich mit anderen Künstlern auszutauschen. „Es ist eine erfolgreiche Veranstaltung, auch wenn man nichts verkauft.“ Kleinere, erschwingliche Dinge würden eher Absatz finden, bei größeren Investitionen gestalte sich der Verkauf schwieriger, erzählt der Autodidakt. Trotz allem sei es eine nette Künstlergemeinde und er freue sich bereits auf das nächste Jahr.

Unter den Ausstellern waren auch viele „alte Hasen“, die dem Kunstmarkt seit seinen Anfängen vor 30 Jahren die Treue halten. Darunter auch das Ehepaar Voigt, das seit 28 Jahren mit seinen Töpferwaren nach Frankenberg kommt. „Es ist schwankend, mal ein Jahr super, dann das nächste schlecht“, erzählt Elke Voigt. In diesem Jahr sei viel los gewesen, doch nur wenige Besucher hätten auch gekauft. „Die älteren haben schon alles und die Jugend stellt sich nicht mehr die Schränke voll.“ Auch unter den Ausstellern wachse keine Jugend mehr heran: „Die Künstler sind alle 40 Jahre aufwärts“, beklagt Voigt. Die Smartphone-Generation interessiere sich nicht für Kunsthandwerk.

Aufgrund seines vielfältigen Angebots sei der Frankenberger Kunstmarkt jedoch sehr schön. „Die Organisatoren achten darauf, dass unter den angebotenen Kunsthandwerken viel Selbstgemachtes ist“, sagt Voigt. Das sei selten. Oftmals würde auf Kunstmärkten auch das angeboten, was man ebenfalls in den Geschäften finden würde. Auch wenn sie in diesem Jahr nicht viel verkauft haben, sind Voigts auch beim 31. Kunstmarkt im nächsten Jahr wieder dabei.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.