„In Richtung Normalität“

3G oder 2G? Frankenberger Diskos öffnen nur für Geimpfte und Genesene

Geschäftsführer Benjamin Battefeld überprüft eine Schwarzlichtstange in der Diskothek Utopia in Geismar.
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Geschäftsführer Benjamin Battefeld überprüft eine Schwarzlichtstange in der Diskothek Utopia in Geismar.

Seit vergangener Woche können Gastronomen in Hessen entscheiden, ob sie bei den Corona-Regeln das 2G- oder 3G-Modell anwenden. Die Diskos in Frankenberg öffnen mit der 2G-Regel.

Frankenberg – Die Diskos in Frankenberg öffnen nun wieder, bestätigt Benjamin Battefeld, Geschäftsführer des Bonkers-Clubs in Frankenberg und der Diskothek Utopia in Geismar. Vor vier Wochen (HNA berichtete) hatte Battefeld sich gegen eine Öffnung mit der 3G-Regel entschieden, da die damit verbundene Maskenpflicht und die Abstandsregeln nicht rentabel für ihn seien.

„Mit der Anwendung der 2G-Regel können wir endlich wieder Geld verdienen“, sagt Battefeld nun. Mit der 2G-Regel dürfen nur Geimpfte oder Genesene die Diskotheken betreten. Und: Die Maskenpflicht und Abstandsregeln fallen weg – bei der 3G-Regel wäre dies nicht der Fall.

Für Benjamin Battefeld wäre allerdings eine 3G-Regel, also mit Getesteten, aber ohne Maskenpflicht und Abstandsregeln die bessere Variante. Er finde es nämlich traurig, dass durch die 2G-Regel Menschen ausgeschlossen werden. Trotz allem sei er erleichtert und schaue den Bestimmungen positiv entgegen. „Es ist ein Schritt in Richtung Normalität“, sagt er.

Der Bonkers-Club hat schon seit vergangenen Freitag wieder offen und die Diskothek Utopia wird kommenden Freitag, 24. September, öffnen. Die Reaktionen auf die Nachricht, dass die Clubs wieder öffnen, seien Jubelschreie gewesen. „Die Gesichter der Gäste waren wie bei einem kleinen Kind, wenn man ihm ein Gummibärchen vor die Nase hält“, sagt Battefeld. Man habe bei der ersten Party des Bonkers einfach gemerkt, dass den Menschen die Diskobesuche gefehlt haben. „Natürlich gibt es aber auch immer Leute, die sich beschweren“, sagt Battefeld, „aber denen haben wir versucht zu erklären, dass es irgendwann keine Diskos mehr gibt, wenn wir nicht mit der 2G-Regel öffnen würden.“

Vor der Öffnung der Diskos waren beziehungsweise sind noch einige Vorbereitungen zu treffen. „Die Musik- und Lichtanlage muss gewartet werden, Ware muss eingekauft und verräumt werden, Personal aktivieren, Staub wischen und Plakate austeilen“, erklärt Battefeld.

Ihm sei aufgefallen, dass sich die Gäste noch nicht richtig über die neuen Bestimmungen informiert haben. „Viele sind mit Maske in den Bonkers-Club gekommen, da sie dachten, dass immer noch Maskenpflicht besteht.“ Es gebe auch einige, die fragen, ob sie auch mit der Erstimpfung in den Club dürfen oder ob sie rein dürften, auch wenn noch nicht die zwei Wochen nach der zweiten Impfung verstrichen seien.

„Die Gäste müssen einfach einen gültigen Impf- oder Genesenennachweis vorzeigen – egal ob digital oder als Zettel, aber Fotos oder Kopien akzeptieren wir nicht, die sind viel zu leicht zu fälschen“, sagt Battefeld. Zudem müssen die Gäste sich mit der Luca-App registrieren. „Die App beschleunigt den Ablauf – wenn jeder erst noch einen Zettel ausfüllt, würde das ziemlich lange dauern, bis alle Gäste in der Disko sind“, sagt Benjamin Battefeld. (Lea Beckmann)

3G und 2G: Das sind die Unterschiede 

Die 3G-Regel bedeutet: Wer nicht vollständig geimpft ist oder nicht als genesen gilt, muss entweder einen Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Test vorlegen. Das gilt zum Beispiel für den Zugang zu Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, zur Innengastronomie, zu Veranstaltungen und Festen, aber auch für den Besuch beim Friseur oder im Kosmetikstudio. Gleiches gilt für Beherbergungen etwa in Hotels und Pensionen. Bei der Anwendung der 3G-Regel gelten weiterhin Corona-Beschränkungen – zum Beispiel Maskenpflicht und Abstandsregeln.

Bei der 2G-Regel dürfen dagegen nur vollständig geimpfte oder genesene Personen eingelassen werden. Der Eintritt für negativ Getestete ist verboten. Wenn sich Betreiber für die 2G-Regel entscheiden, können Corona-Einschränkungen wie Abstand halten oder Maske tragen wegfallen. (dau)

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