50 Jahre Wildpark Frankenberg: Gedenktafel für Gründer Neumann

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Halali: Die Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg umrahmte den Empfang im Wildpark musikalisch. 

Frankenberg. 80 Gäste kamen zum Empfang anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Frankenberger Wildparks.

Ein buntes Wildparkfest zum 50-jährigen Bestehen des beliebten Ausflugsziels vor den Toren Frankenbergs wird erst am 3. September gefeiert. Doch bereits jetzt hatte der Förderverein anlässlich des Jubiläums rund 80 Gäste geladen.

Es gab Gegrilltes, einen Rückblick auf besondere Daten und Fakten aus der Geschichte des Wildparks und Einblicke hinter die Kulissen des Naherholungsgebiets, das laut Wildparkleiter Martin Hecker jährlich rund 25 000 Besucher von Nah und Fern anzieht.

Höhepunkt des Festakts, der von der Bläsergruppe der Jägervereinigung Frankenberg musikalisch gestaltet wurde, war die feierliche Enthüllung einer - vom Förderverein gestifteten - kleinen Gedenktafel zu Ehren des mittlerweile verstorbenen Wildparkgründers, Forstamtmann Rudolf Neumann. Er hatte den Park 1967 gegründet. Die Bewirtung der Gäste erfolgte durch Mitarbeiter des Betriebshofes.

Der ehemalige Wildparkleiter und jetzige Futterhelfer Erich Reitz erinnerte an einige wichtige Ereignisse und Meilensteine aus der Chronik des Wildparks, beispielsweise die Gründung des Fördervereins und den 2012 erfolgten Bau des Wildparkhauses. Auch kapitale Hirsche wie den 180 Kilo schwere „Pascha“ oder Ausbrecher „Willi“ erwähnte Erich Reitz in seinem Rückblick.

„Abenteuer pur“ sei es gewesen, als er 1990 nach einem Sturm mit schnell herbeigerufenen Helfern große Teile des von umgestürzten Bäumen beschädigten Zauns zum Kreiskrankenhaus hin wieder habe aufrichten müssen.

Süße Überraschung: Marlies Scheidemantel überreichte Wildparkleiter Martin Hecker eine Geburtstagstorte zum Jubiläum.

Sein Amtsnachfolger Martin Hecker warf einen Blick in die Zukunft: „Mit Unterstützung unseres Fördervereins soll eine größere Schutz- und Rasthütte im Eingangsbereich gebaut werden“, kündigte er an. Auch weitere Sitzgelegenheiten sollten aufgestellt werden. Ziel sei es, den Beliebtheitsgrad zu halten und mit einer Verbesserung der Infrastruktur zu steigern. Wichtige Sanierungs- und Unterhaltungsarbeiten stünden zudem bei der Zaunanlage und der Aussichtsplattform an.

Durch den seit 2013 bestehenden zertifizierten Schlachtbetrieb könne das schmackhafte Fleisch vermarktet werden. Er bedankte sich vor allem bei den Mitgliedern des Fördervereins, die die Erlöse ihrer Veranstaltungen dem Wildpark zugutekommen ließen sowie der Stadt Frankenberg für die Bereitstellung der finanziellen Mittel, zur Erhaltung und Weiterentwicklung des „wunderschönen Wildparks“.

Weitere Grußworte sprachen der Vorsitzende des Fördervereins Otmar Geise und Bürgermeister Rüdiger Heß, der dem Förderverein für sein Engagement dankte. „Ohne Förderverein weiß ich nicht, wie wir sonst hier stünden“, betonte er. Der Frankenberger Wildpark, in dem - außer den Wildschweinen - alle Tiere frei umherliefen, sei fast einmalig. „Entschleunigung kann man hier erleben“, so Heß.

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