Manege frei für die Kinder

50 Jungen und Mädchen machen in Frankenberg wieder Zirkus

Die Achtjährige Nahla balanciert mithilfe von Betreuerin Henrike Albrecht auf einem Seil.
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Die Achtjährige Nahla balanciert mithilfe von Betreuerin Henrike Albrecht auf einem Seil.

Ob über ein Seil balancieren, Akrobatik üben oder auf dem Trapez durch die Lüfte fliegen – bei dem Projekt „Kinder machen Zirkus“ können Kinder die Zirkusattraktionen ausprobieren.

Frankenberg – 50 Jungen und Mädchen üben zusammen mit dem pädagogischen Zirkus Dobbelino, der für das Projekt schon seit 20 Jahren nach Frankenberg kommt, diese Woche auf dem Burgberg. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr wieder mit den Kindern Zirkus machen können“, sagt Zirkuschef Roman von Dobbeler. Im vergangenen Jahr musste das Projekt wegen der Pandemie ausfallen.

Vor allem eine Attraktion ist bei den Kindern sehr beliebt. „Mir gefällt das Trapez so gut, weil es sich so anfühlt, als ob man fliegen würde“, sagt die zehnjährige Viktoria. Luisa-Sophie (10) ist ebenfalls davon begeistert: „So etwas kann man nicht jeden Tag ausprobieren.“ Miriam hingegen ist von allen Attraktionen begeistert. „Keiner wird dabei vergessen, sondern jeder wird miteinbezogen“, sagt die 13-Jährige.

Das Trapez ist bei „Kinder machen Zirkus“ sehr beliebt: (oben von links) Viktoria (10), Lillie (9) und Dana (10); (unten von links) Luisa-Sophie (10), Anna (13), Marie (10), Ida (8) und Lilli-Marie (8).

Das Projekt steht diesmal unter dem Thema „Gruselschloss“. Die Kinder sollen sich an den einzelnen Stationen – Trapez, Akrobatik, Trampolin, Hula-Hoop und Seiltanz – eine Geschichte zu dem Motto ausdenken, erklärt Roman von Dobbeler. Durch dieses Projekt werde den Kindern das motorische Lernen näher gebracht. „Das motorische Lernen rückt in der Schule in den Hintergrund, aber es ist wichtig, dass die Kinder es lernen“, erklärt der Zirkuschef. Das Projekt vermittelt darüber hinaus das soziale Miteinander. „Hier gibt es kein gegeneinander – es ist schließlich kein Wettbewerb“, so von Dobbeler. Die Kinder können bei dem Zirkusprojekt ihre künstlerische Freiheit ausleben.

Nia (8) übt einen Purzelbaum: Zirkuschef Roman von Dobbeler unterstützt sie dabei.

Betreut werden die Jungen und Mädchen von 17 jugendlichen Betreuern, die teilweise selbst schon als Kinder bei dem Zirkus mitgemacht haben. „Als Kind hat es mir damals schon sehr gefallen und jetzt als Betreuerin auch“, sagt Henrike Albrecht.

Die 50 Kinder wurden extra von der Schule befreit, um beim Zirkus dabei sein zu können. „Wir sind froh, dass die Schulen bei der kurzfristigen Planung mitgemacht haben“, sagt Noemi Kunze vom Landkreis Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis organisiert und finanziert das Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankenberg. Spenden sind von den Kiwanis, der Sparkasse, der Frankenberger Bank und von dem Finger-Haus gekommen, sagt Kunze.

Alle 50 Kinder werden am Freitag, 9. Juli, ab 16 Uhr ihr Können bei der Premiere im Zirkuszelt auf dem Burgberg zeigen. Eine weitere Vorstellung findet am Samstag, 10. Juli, ab 11 Uhr statt. Der Eintritt kostet 8 Euro für Erwachsene, Kinder zahlen 3 Euro. (Lea Beckmann)

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