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60 Jahre Bundeswehr in Frankenberg: Appell auf dem Obermarkt

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Von: Thomas Hoffmeister

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Angetreten: Rund 300 Soldaten des Eloka-Bataillons 932 standen am Freitag beim Appell auf dem Frankenberger Obermarkt in Reihe und Glied. Unser Bild entstand beim Ausmarsch des Heeresmusikkorps.
Angetreten: Rund 300 Soldaten des Eloka-Bataillons 932 standen am Freitag beim Appell auf dem Frankenberger Obermarkt in Reihe und Glied. Unser Bild entstand beim Ausmarsch des Heeresmusikkorps. © Thomas Hoffmeister

60 Jahre Bundeswehr in Frankenberg, 30 Jahre Patenschaft zwischen der Stadt und den Soldaten: Das wurde am Freitagnachmittag mit einem Appell auf dem Obermarkt gefeiert.

Frankenberg – Es war ein eindrucksvolles Bild: Mehr als 300 Soldatinnen und Soldaten des Bataillons Elektronische Kampfführung 932 waren am Freitagabend zum Appell auf dem Frankenberger Obermarkt angetreten. Anlass war das Doppeljubiläum 60 Jahre Bundeswehr in Frankenberg und 30 Jahre Patenschaft“ des Bataillons mit der Stadt Frankenberg. An dem Appell nahmen auch Soldaten befreundeter amerikanischer und niederländischer Verbände teil.

Ihre Patenschaft haben der Kommandeur der Frankenberger Burgwaldkaserne, Oberstleutnant Daniel Renkl, und Bürgermeister Rüdiger Heß mit der erneuten Unterzeichnung von Urkunden in der Rathausschirn bekräftigt.

165000 Einsatztage in Afghanistan

„60 Jahre Bundeswehr in Frankenberg – das war für uns Soldaten eine bewegte Zeit“, sagte Oberstleutnant Renkl. Er erinnerte an die Kubakrise 1962, als die Welt am Rande eines Atomkriegs stand, und spannte einen Bogen zum russischen Überfall auf die Ukraine. „Abertausende Soldaten haben in den vergangenen 60 Jahren ihren Dienst in Frankenberg geleistet. Einige sind geblieben“, sagte Renkl. Besonders ging der Kommandeur auf die zahlreichen Auslandseinsätze der Frankenberger Eloka-Spezialisten ein: Mehr als 165 000 Einsatztage in Afghanistan, 120 000 Tage auf dem Balkan sowie gut 6000 Tage in den afrikanischen Ländern Mali und Niger listete der Kommandeur auf und wies auch auf die Belastung der Familien hin: „165 000 Tage in Afghanistan sind auch 165 000 Tage ohne Gute-Nacht-Kuss.“

Enge Verbundenheit

Renkl lobte, ebenso wie Bürgermeister Rüdiger Heß, die enge Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Bevölkerung in Frankenberg.

„Frieden und Freiheit in Europa stehen auf dem Spiel“, sagte Heß. Deshalb brauche Deutschland gerade jetzt eine starke Bundeswehr.

Neben den Soldaten sei die auf dem Obermarkt zuschauende Bevölkerung der zweite Hauptdarsteller des Appells, sagte Brigadegeneral Dag Baehr als Chef der bundesdeutschen Eloka-Truppe. Es habe ihn bei seinem ersten Besuch in Frankenberg tief gerührt, dass „die Fahne des Bataillons bei Auslandseinsätzen am Rathaus weht“, sagte der General. „Eloka ist cool, aber mehr darf ich nicht sagen“, erklärte Baehr mit Verweis auf die Geheimhaltung. Der General erinnerte auch an den „feigen Anschlag“ im Juli 2003 in Afghanistan, bei dem vier Frankenberger Soldaten getötet worden waren.

„Frankenberg soll so bleiben, wie es ist“

„Frankenberg muss sich überhaupt nicht ändern. Es soll bitte so bleiben, wie es ist“, wünschte der General den Bundeswehrsoldaten und der Stadt.  off

Erneuerung der Patenschaft: Bürgermeister Rüdiger Heß (vorn links) und Oberstleutnant Daniel Renkl unterzeichneten erneut Partnerschaftsurkunden. Dahinter von links: Staatssekretär Stefan Sauer, Brigadegeneral Dag Baehr und Landrat Jürgen van der Horst.
Erneuerung der Patenschaft: Bürgermeister Rüdiger Heß (vorn links) und Oberstleutnant Daniel Renkl unterzeichneten erneut Partnerschaftsurkunden. Dahinter von links: Staatssekretär Stefan Sauer, Brigadegeneral Dag Baehr und Landrat Jürgen van der Horst. © Thomas Hoffmeister

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