Das Gebäude ist in die Jahre gekommen

Kreis will 60er-Jahre-Bau des Landratsamtes in Frankenberg für 1 Mio. sanieren

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Soll saniert und umgebaut werden: Der 60er-Jahre-Bau des Landratsamtes in Frankenberg. Im Bereich der KFZ-Zulassungsstelle soll eine Öffnung zum Innenhof des Klostergartens entstehen.  

Frankenberg. Der 60er-Jahre-Bau des Landratsamtes in Frankenberg soll für mehr als eine Million Euro saniert und zum Teil auch umgebaut werden.

Darauf haben sich der Landkreis und die Stadt verständigt. Bei der Sanierung müssen zwei Dinge zusammenpassen: Der Kreis braucht die Räume als Verwaltungsaußenstelle. Und die Stadt möchte, dass das Gebäude in die Umgestaltungspläne für die Innenstadt passt.

„Der zweigeschossige Flachbau des Ostflügels des Frankenberger Landratsamtes weist mittlerweile energetische und schallschutztechnische Mängel auf“, teilte der Landkreis auf Nachfrage mit. Daher habe der Kreistag im Februar die energetische Sanierung beschlossen. Nun haben sich Landrat Dr. Reinhard Kubat und Bürgermeister Rüdiger Heß in Frankenberg getroffen. Wie genau die Sanierung aussehen wird, stehe noch nicht fest, dies werde noch mit Architekten geplant, sagte Bürgermeister Heß.

Verwaltungsaußenstelle

Der Ostflügel wird laut Landkreis „sehr intensiv durch die Kreisverwaltung genutzt“ – das solle auch so bleiben. Er beherbergt das Bauamt, die Rentenberatungsstelle, die Führerschein- und Zulassungsstelle sowie die Bildstelle. „Dies sind alles publikumsintensive Anlaufstellen für Bürger“, erklärt der Landkreis die Bedeutung des Gebäudes. Aus platztechnischen Gründen werde bereits der Sitzungssaal im Zisterzienserkloster als Großraumbüro genutzt.

„Bei der Sanierung ist der Landkreis zum einen bestrebt, die Funktionalität des Verwaltungsbereiches aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu verbessern. Zum anderen soll die Umsetzung auch mit dem gesamten Gebäude-Ensemble im Kontext des historischen Zisterzienserklosters harmonieren“, heißt es in der Pressemitteilung. Bei der Entwurfsplanung arbeite der Kreis daher eng mit der Oberen und Unteren Denkmalbehörde zusammen.

Eine Umgestaltung des Ostflügels ist schon seit einigen Jahren Thema in Frankenberg. Schon Bürgermeister Christian Engelhardt hatte im Juni 2008 gefordert, die Kfz-Zulassungsstelle mit dem überdachten Treppenaufgang zurückzubauen. Dafür habe der Landrat – damals noch Helmut Eichenlaub – schon Bereitschaft signalisiert, wurde Engelhardt damals in der HNA zitiert.

Auch bei den aktuellen Planungen ist vorgesehen, den Bereich des Treppenaufgangs umzubauen. „Es kommt eine Öffnung zum Innenhof“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß.

Stadt und Kreis arbeiteten derzeit an einer raschen Lösung, damit die Bauarbeiten zeitnah starten können, teilte der Kreis mit. Gefördert werde die Sanierung durch das Kommunale Investitionsprogramm des Landes. Der Kreis werde so über eine Million Euro in das Projekt investieren. „Ein Bekenntnis zum Standort und eine wichtige Zukunftsinvestition“, sagt der Landkreis.

Denkmalpfleger lobten im Jahr 1964 die gelungene Verbindung zwischen alt und modern. Mehr über die Vorgeschichte des Gebäudes und den damaligen Zeitgeist  lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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