8000 Flüchtlinge bis Ende 2016 in Waldeck-Frankenberg

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der Flüchtlinge wird sich bis Ende 2016 vermutlich auf rund 8000 im Landkreis verdoppeln. Asyl, Unterbringung, Integration waren deshalb gestern im Kreistag Top-Thema. Ebenso allgemeine Verunsicherung in der Bevölkerung in Deutschland.

In einer „großen Anfrage“ brachte die FDP das Thema „Flüchtlinge“ zum Jahresabschluss des Kreisparlaments auf den Tisch. Nach Angaben des Landkreises wohnten zum Stichtag 1. November 2381 verteilt auf die 22 Städte und Gemeinden. Weitere knapp 1000 Flüchtlinge waren in den drei Erstaufnahmecamps in Mengeringhausen, Korbach und Gemünden (Wohra) untergebracht.

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Wöchentlich kamen seit Herbst 80 bis 100 Flüchtlinge zur dezentralen Unterbringung in den Kommunen hinzu. Die Landesregierung hat indes bereits signalisiert, die Zuweisung für Waldeck-Frankenberg in Kürze auf 120 Personen pro Woche zu erhöhen, erklärte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Zum Jahresende 2015 erwartet der Landkreis insgesamt knapp 4000 Flüchtlinge in Waldeck-Frankenberg. Mit weiteren rund 4000 sei im kommenden Jahr zu rechnen, prognostiziert das Landratsamt.

„Die Aufnahme der Flüchtlinge ist für uns vor allem eine humanitäre Verpflichtung“, betonte Grünen-Sprecher Daniel May in der Debatte. Der Landkreis müsse alles tun, „um genügend Wohnraum zur Verfügung zu stellen und Menschen dezentral zu integrieren“, erklärte Katharina Kappelhoff (SPD).

„Wir sehen in jedem Flüchtling, der nach Deutschland kommt, einen Menschen“, untermauerte FDP-Fraktionschef Dieter Schütz: „Dumpfen Parolen“ von Rechtsextremen „setzen wir Weltoffenheit und Mitgefühl entgegen“. Wichtig sei jedoch, Kommunen trotz großer Anstrengungen nicht zu überfordern, unterstrich auch Rüdiger Weiß (CDU).

Von Jörg Kleine


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Rubriklistenbild: © dpa

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